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Frühjahrsreise 2017

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Zeitschriften


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Besondere Empfehlung

Fe Reichelt
Aufbau der Mitte
Morgenübungen und die Umkehr des Atmens
120 S., br., € 12,90
Bestseller

Julia Kristeva: 
Schwarze Sonne
Depression und Melancholie 
268 S., Gb., € 29,90

Mario Mensch /Anna Olschewsky
Planet der Hühner
Über die Nutzung des Huhns durch den Menschen
112 S., br., € 14,90
978-3-95558-189-3

Es gibt mittlerweile dreimal so viele Hühner wie Menschen. Aber was ist das für ein Wesen namens Gallus gallus domesticus, das anstandslos jeden Tag ein Ei legt? Wie lebt dieses riesige Volk von Fleisch- und Eierlieferanten? Wo wird es »produziert«? Ist die konventionelle Haltung Quälerei? Und wenn es bio ist, sieht dann alles anders aus? Es lohnt sich, einmal genauer hinzusehen. Neben dem Blick auf das Verhältnis von Tier und Produktionsstrukturen liefert das Buch viel Hintergrundwissen über aktuelle Entwicklungen auf dem »Planet der Hühner«.


Fe Reichelt
Aufbau der Mitte
Morgenübungen und die Umkehr des Atmens
120 S., br., € 12,90
978-3-95558-196-1
Mit zahlreichen in den letzten Jahren entwickelten Übungen und den dazu gehörenden Illustrationen erweitert und verfeinert Fe Reichelt ihren Ansatz, über den Atem das Bewusste mit dem Unbewussten zu verknüpfen, um so das innere und das äußere Gleichgewicht zu erreichen. Das Buch bietet eine Fülle von Anregungen für die Arbeit in Gruppen wie auch zum Selbststudium. Fe Reichelt ergänzt das Buch durch eine umfangreiche autobiografische Darstellung ihres Weges.

Jean Laplanche
Die allgemeine Verführungstheorie
und andere Aufsätze
184 S., br., € 24,90
978-3-95558-187-9
Der zentrale und lange Zeit auf Deutsch nicht zugängliche Text ist Die allgemeine Verführungstheorie. Die anderen Aufsätze bereiten den Weg dahin. In diesem revolutionären Theorieansatz trägt Laplanche einer grundsätzlichen, zwischenmenschlichen Situation Rechnung. Die eingeschränkte Theorie Freuds, die dieser recht schnell verdrängt hatte, wird durch Laplanche auf die Ebene der Verallgemeinerung gehoben. Von dieser Grundlage ausgehend, können die Metapsychologie und insbesondere die Lehre von den Trieben und von der Angst neu begriffen werden. Die psychoanalytische Praxis wird somit ihre Bedeutung und ihre Ziele besser bestimmen und behaupten können.


Michael Wolf
Krieg, Trauma, Politik
Gewalt und Generation: Die unbewusste Dynamik
232 S., br., € 29,90
978-3-86099-770-3
Untersucht werden die naturwüchsig erscheinenden Zusammenhänge von Krieg, Trauma und Politik aus psychoanalytischer Perspektive: Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem Übergang zu vermehrten »clashes of civilizations« in einer multipolaren Welt werden wir immer dringlicher mit Gewalt und Krieg nicht nur konfrontiert, sondern sind involviert. Wolf gelingt es, unbewusste historische Zusammenhänge mit analytischer Schärfe zu benennen und ihre aktuelle politische Handlungsrelevanz darzulegen. Prominente zeitgeschichtliche Ereignisse werden auf ihre kulturellen, politischen und psychodynamischen Zusammenhänge hin analysiert. Diese Analysen sind Ausgangspunkt dafür, psychoanalytische und sozialpsychologische sowie sozialwissenschaftliche Erkenntnisse zu entfalten.


Henning Melber, Reinhart Kößler
Völkermord - und was dann?
Die Politik deutsch-namibischer Vergangenheitsbewältigung
176 S., br., € 19,90
978-3-95558-193-0
Zur Jahresmitte 2015 nannte der Deutsche Bundestag den Völkermord an den Armeniern beim Namen. Das lenkte die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Kolonialkrieg von 1904 bis 1908 im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem seit 1989 unabhängigen Namibia. Dieser wurde von einer Vernichtungsstrategie der Kolonialarmee gegen die Völker der Herero und Nama geleitet. Selbst die Vereinten Nationen stuften dies als den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts ein. Deutsche Regierungen hatten sich bislang dieser Anerkennung stets widersetzt. Erstmals wurde schließlich ab 2015 von offizieller Seite eingeräumt, dass die damaligen Ereignisse einem Völkermord gleich kamen. Seit Ende 2015 finden Verhandlungen zwischen Sonderbeauftragten der deutschen und namibischen Regierung um eine angemessene Behandlung dieses dunklen Kapitels gemeinsamer Geschichte statt. Ein Buch, das exemplarisch den konsequenten Umgang mit staatlicher Gewalt in der Geschichte fordert, die bisherigen Versäumnisse dokumentiert und neue Perspektiven aufzeigt.

Martina Hahn  & Frank Herrmann
Fair einkaufen – aber wie?
Der Ratgeber für Fairen Handel, für Mode, Geld, Reisen und Genuss
5.Auflage
388 S. , br., € 29,90
978-3-86099-610-2
Immer mehr Verbraucher möchten wissen, wo sie fair gehandelte Lebensmittel erhalten: In welchem Laden hängen T-Shirts, die nicht von Kindern zusammengenäht worden sind? Wo kann eine Reise gebucht werden, bei der auch das Zimmermädchen einen gerechten Lohn erhält und welcher Investmentfonds ist wirklich nachhaltig angelegt?  Mithilfe dieses Ratgebers kann jede und jeder fair konsumieren – vom Szene-Kenner über den Fairtrade-Einsteiger bis hin zum Bio-Käufer. Hier findet sich alles, um sich zurechtzufinden: ausführliche Hintergrundinfos, jede Menge Adressen, Weblinks, Literaturempfehlungen und Einkaufstipps.

Verlagsprospekt  Herbstreise 2016
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Aus dem Programm:

Migration, Flucht und Kindesentwicklung
Das Fremde zwischen Angst, Trauma und Neugier
Herausgegeben von Claudia Burkhardt-Mußmann Frank Dammasch
272 S., br., 24,90 €
978-3-95558-169-5
Die Erfahrung der Flucht oder Einwanderung in ein fremdes Land ist eine Heraus/forderung an die Persönlichkeitsentwicklung jedes Menschen. Wenn die Migration zudem traumatische Ursachen hat und durch eine Flucht vor unerträglichen Lebensumständen im Heimatland ausgelöst wird, so ist die Fähigkeit zur Anpassung und kreativen Lebensbewältigung oft stark in Mitleidenschaft gezogen. Kinder und Jugendliche sind von diesen psychosozialen Prozessen besonders stark betroffen. Die Autorinnen und Autoren, alle aus der Praxis kommend, befassen sich psychoanalytisch, pädagogisch und soziologisch sowohl mit den traumatischen Auswirkungen als auch mit präventiven Hilfsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Sie tun das aus zwei Perspektiven: Indem sie die Kinder als Fremde in der Fremde und sich selbst als Angehörige der Mehrheitsgesellschaft ansehen, deren Begegnung mit dem Fremden in einem beruflichen Kontext stattfindet. Gemeinsam ist beiden, dass sie einen ebenso neugierig-suchenden wie libidinösen Zugang zum Fremden entwickelt haben. Vor diesem Hintergrund erforschen sie die psychische Entwicklung von Kindern und Heranwachsenden, die mit oder ohne ihre Eltern migriert oder geflüchtet sind.


Zur Psychoanalyse im Hier und Jetzt
Herausgegeben von Claudia Frank und Anja Kidness
172 S., br., € 19,90
978-3-95558-161-9
Zum Dreh- und Angelpunkt psychoanalytischen Arbeitens, der Psychoanalyse im Hier und Jetzt, bieten die Beiträge Weiterentwicklungen und Differenzierungen. Erfahrungsnah und anschaulich wird der klinischen Bedeutung des Erlebens von Raum und Zeit bei den verschiedensten pathologischen Organisationen von Patienten nachgegangen. Wie ein genaues Verständnis dieser Dimensionen in Übertragung und Gegenübertragung ein seelisches Wachstum ermöglichen kann, wird an detailliert dargelegten Fallbeispielen nachvollziehbar.
Mit folgenden Beiträgen:
David Bell: Leben im Bewusstsein der Zeit - Entwicklung oder Katastrophe?
Edna O’Shaughnessy: Wo ist hier? Wann ist jetzt?
Priscilla Roth: Wo sonst? Nachdenken über das Hier und Jetzt
John Steiner: Übertragung auf den Analytiker als ausgeschlossenen Beobachter
Esther Horn: Aspekte einer inneren Sektenorganisation
Claudia Frank: Wenn Blicke vernichten können
Martin Teising: Überlegungen zur Bedeutung und zum Rückgang
spezifisch ärztlicher Erfahrung in der Psychoanalyse

Annegret Wittenberger
Dem inneren Klang auf der Spur
Der Prozess des Kinderpsychoanalyse
168 S., br., 19,90 €
978-3-95558-170-1
Wenn Kinder in ihrer Entwicklung gestört werden, bringen sie Symptome hervor. Diese Symptome versteht die Kinderpsychoanalyse als Hinweise darauf, dass solche Kinder den Kontakt zu ihren zentralen Gefühlen verloren haben. Im analytischen Prozess wird dem Kind sein wahres Selbst über das Erleben in der analytischen Beziehung zugänglich. Dadurch werden die im Symptom gebundenen Kräfte frei für seine altersgerechte Weiterentwicklung. Alle für den Therapieprozess wichtigen Themen - wie analytischer Raum, unbewusste Inszenierung, Rahmen, Haltung, Spiel und Symbolisierung, die Rolle der Aggression in Übertragung und Gegenübertragung, Gefahren in der analytischen Beziehung und ihre Bewältigung sowie Toleranz für Nichtwissen - werden angesprochen. Die Kinder werden in der therapeutischen Begegnung auf dem Weg zu sich selbst begleitet. Die anschaulichen Fallgeschichten zeigen die gemeinsame Weiterentwicklung des analytischen Paars und stellen besonders die kreativen Fähigkeiten der Kinder heraus, die sie in der analytischen Begegnung einen neuen Weg zu sich selbst finden lassen. Dieser Weg führt über das Einschwingen auf einen gemeinsamen Rhythmus zum eigenen inneren authentischen Ausdruck einer freien und zufriedenen Persönlichkeit.

Dialektik des Mythos
Mythen und Mythoskritik in der Freud’schen Psychoanalyse
Herausgegeben von Christoph Braun, Wilhelm Brüggen, Andreas Gehrlach
292 S., br., 29,90 €
978-3-95558-172-5
Sigmund Freuds Entmachtung der Rationalität des Menschen und Walter Benjamins Versuch einer Umwandlung des Bildes der Geschichte sind Wen/dungen gegen mythisch verstandene Welterklärungsmodelle. Diese radikalen Mythenkritiken zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Mythische nicht nur als ihr Gegenteil brauchen, sondern dass die Mythen wider Erwarten ein funktionaler Bestandteil ihrer Denkformen sind. Die Beiträge des Bandes gehen dieser Dialektik auf den Grund. Die europäische Aufklärung ist nicht leicht auf den Begriff zu bringen, wenn sie aber auf ein Schlagwort gebracht werden soll, so wäre es das der Mythenkritik. Doch jede Verwandlung durch die Wissenschaften bedeutete nicht nur eine Befreiung, sondern zu allererst eine Kränkung: Die Soziologie nach Marx ist eine Lehre von der Gesellschaft, die sich nicht mehr anthropologisch-mythischer Topoi bedient, die Philosophie nach Kant ist von der Präsenz des Göttlichen gereinigt, die Biologie nach Darwin arbeitet ohne den Bezug auf Schöpfungsmythen und die Psychologie ist durch Nachdenken und Forschen über den Menschen ohne Rückgriff auf christliche Sündenlehren zu charakterisieren. Haben sie alle aber nicht neue Mythen produziert? Die Autorinnen und Autoren versuchen, kritische Reflexionsprozesse in Gang zu setzen.

Ulrich Moser
Frühe Störungen, Mikrowelten und Beziehungsregulierung
Fragmente zu einer Theorie des Phantasierens
172 S., br., 19,90 €
978-3-95558-166-4
Zentrales Merkmal früher Störungen ist der missglückte oder noch nicht geglückte Übergang aus der Verschachtelung der Mikrowelten von Mutter und Kind zu einer autonomen Verknüpfung mit den Fähigkeiten des Alleinseins und der positiven Verknüpfung mit der Mikrowelt eines anderen Objektes. Die Manipulation der Objekt/beziehung ist dabei die bevorzugte Abwehrform, die intrapsychische Abwehr ist hingegen typisch für die neurotischen Formen der Konfliktregulierung.

Marian Kratz
Das psychosoziale Erleben des Jungen in der Familie
Differenzerfahrungen und die körpernahe Formung des Selbst
248 S., br., 24,90 €
978-3-95558-171-8
»Es ist ein Junge!« Mit diesem Ausruf und der damit verbundenen Feststellung des männlichen Geschlechts werden die meisten Jungen in eine Welt hinein/geboren, die geschlechtsspezifisch dualistisch vorstrukturiert ist. Dabei wird ihnen schon vor der Geburt ein persönlichkeitsprägender Platz in der Familie reserviert. Gleichzeitig weckt diese Fest/stellung des männlichen Geschlechts Vorstellungen, Phantasien und reaktiviert frühe Wünsche und Ängste bei den Eltern. Marian Kratz geht der noch offenen Frage nach, wie die frühe geschlechtsspezifische Lebenspraxis der kleinen Jungen erlebt wird und sich als persönlichkeits/prägende Erfahrung in ihr Selbstkonzept einschreibt. Dabei werden die LeserInnen für eine kindliche Wahrnehmung der Welt sensibilisiert, die voller beein/druckender Körperbilder und körpernaher Erfahrungen ist. Protokolle aus Familienbeobachtungen werden für die LeserInnen als Fallnovellen aufbereitet und so die frühe Weichenstellung männlicher Persönlichkeitsentwicklung innerhalb des familiären Settings untersucht.

Thomas von Freyberg
Sperrgut
Zur Geschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung zwischen 1969 und 1999
Mit einem Geleitwort von Oskar Negt
612 S., br., 39,90 €
978-3-95558-163-3
Was geschah am Frankfurter Institut für Sozial/forschung in den dreißig Jahren nach dem Tod von Theodor W. Adorno? Sperrgut berichtet aus der Forscherperspektive über Arbeitsprozesse und -bedingungen kritischer empirischer Forschung, die in Zeiten zunehmender finanzieller Abhängigkeit versuchte, sich Autonomie und Freiheit zu bewahren. Einer Forschung, die empirische Untersuchungen mit der Arbeit an der kritischen Theorie der kapitalistischen Gesellschaft verband. Die Geschichte des Instituts von 1969 bis 1999 eignet sich nicht für spektakuläre philosophische Höhenflüge. Es ist aber eine aufregende Geschichte von Debatten und Konflikten, von intellektuellen Kämpfen und Niederlagen, von schönen Erfolgen und vom Scheitern. Eine Geschichte, aus der einiges für heute zu lernen und für morgen zu bewahren ist. Sperrgut - der Titel steht auch für Forschungsprojekte des Instituts, die für repressive und manipulative Politik nicht verwendbar waren, die sich nicht den Moden des Wissenschaftsbetriebs anpassten und insgesamt sperrig waren. Stattdessen entsprachen sie dem Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse, an dem die Forscher teilhaben wollten.

Beatrice Bourcier
Mein Sommer mit den Flüchtlingen
Der bewegende Bericht einer freiwilligen Flüchtlingshelferin
172 S., br., € 14,90
978-3-95558-164-0
Lange Zeit spielte sich das Flüchtlingselend für die Deutschen vor allem im Fernsehen ab. Doch seit Sommer 2015 ist es hunderttausendfach im eigenen Land zu erleben. Wir haben die humanitäre Verantwortung, eine Willkommenskultur aufzubauen, um diesen Menschen ein Minimum an Würde wiederzugeben. Wir Deutschen, die Nachfahren von Zuwanderern.
Für die Autorin wird in diesem Sommer aus Neugier Betroffenheit. Aus Betroffenheit Mitwissen. Aus Mitwissen aufrichtiges Mitgefühl und tiefste Verbundenheit. Und aus Verbundenheit ein Versprechen. Davon handelt ihr Buch. Es gibt den vielen tausend Helfern eine Stimme. Und "ihren" Flüchtlingen die Gelegenheit, möglichst vielen Menschen ihre Geschichten zu erzählen. Nicht zuletzt auch, um der Dummheit Paroli zu bieten:
Ich habe mich natürlich schon gefragt, warum ich eigentlich plötzlich so einen auf „Gutmensch“, auf kriegsmüde Hilfsaktivistin, auf hungrige Samariterin mache. Die Antwort ist aber eigentlich so einfach. Das Flüchtlingsdrama ist jetzt nämlich nicht mehr an der Wohnzimmerwand im Fernsehen, sondern vor meiner eigenen Haustür angekommen. In Form einer Erstaufnahme-Einrichtung für 200 Flüchtlinge. Es geht jetzt um mein Dorf, um meine Familie, meine Kinder. Es geht darum, sich dafür zu interessieren. Jetzt kann ich nicht mehr das Programm umschalten. Jetzt sind sie da. Ich finde, wir haben die humanitäre Verantwortung, eine Willkommenskultur aufzubauen, um diesen Menschen ein Minimum an Würde wiederzugeben. Wir Deutschen, die Nachfahren von Zuwanderern. Und deswegen wurde bei mir in diesem Sommer aus Neugier Betroffenheit. Aus Betroffenheit wurde Mitwissen. Aus Mitwissen wurde aufrichtiges Mitgefühl und tiefste Verbundenheit. Aus Verbundenheit wurde ein Versprechen. Das Versprechen an „meine“ Flüchtlinge, möglichst vielen Menschen ihre Geschichten zu erzählen. An meinem ersten Tag am Parkplatz vor dem Flüchtlingsheim habe ich die junge Mutter Noha aus Syrien kennengelernt; sie musste ihr Kind brennen sehen. Ihr Syrien brennt, ihre Heimat stirbt. Peter ist 27 Jahre alt und kommt aus Nigeria. Er ist der einzige Sohn seiner Eltern. Naja, er war es. Er musste nämlich mit ansehen, wie seine Eltern von der Boko Haram getötet wurden. Und sie haben das Haus der Familie angezündet. Weil sie Christen waren. Da ist Peter gerannt. Seine Flucht, eine monatelange Odyssee. In Libyen ist er tagelang durch die Wüste gelaufen, „no water, no food, just god“. Anas, Biochemiker aus Syrien, ist auf der Flucht in Ungarn von Polizisten gefoltert worden. Eine deutsche Grenzpolizistin schenkte ihm den Glauben wieder, indem sie die Waffen ablegte, um einer völlig verängstigten Gruppe von Flüchtlingen zu signalisieren: „Keine Angst, Refugees welcome. You are safe“. Dieses Buch soll den Leser mitnehmen auf meine wundersame Reise durch 3 Kontinente, 18 Nationen, mein Dorf und meine eigene Familie in diesem Jahrhundertsommer der Superlative. Es soll einen kleinen bescheidenen Beitrag dazu leisten, eine große, dramatische humanitäre Katastrophe zu erzählen. Und während ich hoffe, dass ich mein Versprechen an die Flüchtlinge aus meinem Dorf halten kann, denke ich an die letzten Worte von Ahmad: "Vielen Dank für Alles, Madame Beatrice. Es tut mir so leid und ich entschuldige mich, dass wir hier sind." 

Vielheit und Einheit im neuen Deutschland
Leerstellen in Migrationsforschung und Erinnerungspolitik
160 S., br., € 14,90
978-3-95558-160-2
Ostdeutsche, Westdeutsche, Eingewanderte, Alteingesessene - das vereinte Deutschland hat viele Geschichten. Aber nicht alle werden erzählt. Migrationsforschung und den gesellschaftspolitischen Erinnerungsdiskurs zu verbinden und auf Leerstellen zu untersuchen - davon handelt dieses Buch. Es ist der bisher vernachlässigte Versuch, die Sichtweisen von Eingewanderten aus Ost und West, die kaum Eingang in Gedenkfeierlichkeiten, Geschichtsbücher und kollektives Gedächtnis gefunden haben, in ein neues, inklusives Narrativ des »Deutschseins« einzubinden. Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen diskutieren Fragen von Teilhabe und Ausschluss, von Identität und gesellschaftlichem Zusammenhalt: interdisziplinär, politisch und praktisch. Es geht darum, »Erinnerungskultur« in »Erinnerungspolitik« zu überführen und zu einem Feld der Auseinandersetzung um Partizipation(-smöglichkeiten) marginalisierter Gruppen zu machen.

Melanie Gärtner
Im Land dazwischen
Dokumentarfilm
DVD, 57.30 Min., UVP 14,90 €
978-3-95558-159-6
Melanie Gärtner begleitet in ihrem Film Im Land Dazwischen drei junge Männer bei ihren Versuchen, von Ceuta weiter nach Europa zu gelangen. Melanie Gärtner, geboren 1981, Autorin und Filmemacherin, lebt in Frankfurt am Main. Ihr Anliegen ist es zu verstehen, warum Menschen ihre Heimat verlassen, um sich andernorts eine Zukunft aufzubauen. Dabei nimmt sie sich Zeit, beobachtet und beschreibt, geduldig und eindringlich. Weitere Informationen zu ihrer Arbeit unter www.m-eilenweit.de


Melanie Gärtner
Grenzen am Horizont
Drei Menschen. Drei Geschichten. Drei Wege nach Europa.
172 S., Fototeil, br., 19,90 €
978-3-95558-148-0
Drei junge Männer aus Afrika und Asien machen sich auf den mühseligen und gefährlichen Weg, in Europa ein neues Leben zu beginnen. Aber Sekou, Babu und Cyrille stecken in Ceuta fest (im Land dazwischen). Nur wenige Kilometer trennen die spanische Exklave an der nordafrikanischen Küste von Europa, und doch erscheint dieses unerreichbar. Die Festung schottet sich ab. Was aber treibt die jungen Menschen, sich in Lebensgefahr zu begeben – immer in der Hoffnung, jenseits aller Hindernisse ein menschenwürdiges Leben beginnen zu können? Melanie Gärtner begleitet auch in ihrem Film Im Land Dazwischen die drei jungen Männer bei ihren Versuchen, von Ceuta weiter nach Europa zu gelangen. Für das Buch begibt sie sich auf Reisen in deren Herkunftsländer, begegnet ihren Familien, taucht ein in ihre Lebenswelten und beschreibt, warum sie dort keine Zukunft sahen. Diese bleibt ungewiss – auch als sie es schließlich doch nach Europa schaffen… 

Johannes Winter
Mit Künstlern unterwegs
Wo Maler, Dichter und Musiker ihr Glück fanden
184, br., 19,90 €
978-3-95558-147-3
Samuel Beckett bei der Weinlese, Paula Modersohn-Becker beim Muschelsuchen, Rainer Maria Rilke vor einer Stierkampfarena, Henrik Ibsen im Kurort Gossensaß hinter dem Brenner – Johannes Winter hat Fundstücke berühmter Künstlerinnen und Künstler recher­chiert und erzählt von heimlichen Lustbarkeiten, tragischen Begegnungen und unbekannten Fluchten. Folgende Berühmtheiten treten in Johannes Winters Werk auf: Samuel Beckett, Ernest Jouhy, Marguy & Athie, Gustav Corbet, Rainer Maria Rilke, , Pablo Picasso, Gustav Mahler, Henrik Ibsen, August Macke, Friedrich Nietzsche, Lale Andersen, Detlev von Liliencron, Paula Modersohn-Becker, Lovis Corinth, Chaim Soutine, Wassily Kandinsky, Edvard Munch, Otto Dix.

Annemarie Laimböck
Die Szene verstehen
Die psychoanalytische Methode in verschiedenen Settings
164 S., br., 19,90 €
978-3-95558-153-4
Das »Szenische Verstehen« ist zu einem unverzichtbaren Instrument der Reflexion psychoanalytischer Praxis geworden. Spiegeln sich doch in der Szene die pathologischen Konflikte und das Zusammenspiel von Patient und Analytiker. Laimböcks Buch gibt einen lebendigen Einblick in das Verstehen von Szenen in verschiedenen Psychotherapie-Settings. Sie entwirft zudem eine praxisorientierte Theorie des »Szenischen Verstehens«. Mit dem Buch verändert Annemarie Laimböck die Debatte um die Anwendung der psychoanalytischen Methode in verschiedenen Settings: Szene ist überall, sie zu verstehen ist immer nötig und möglich. Die Diskussion der Beispiele aus der Behandlungspraxis in diversen Settings sind sowohl Anschauungsmaterial als auch die Probe darauf, ob dieses methodische Vorgehen in analytischen Prozessen wirklich fundierte Einsichten liefert. Die Deutung der Behandlungsszenen führt zum Evidenzerleben. Kreative Neugestaltungen führen dann zu Veränderungsprozessen, die alle Beteiligten ergreifen. Die dadurch entstehenden Sinnkonstruktionen und befreienden Kräfte bewirken seelische Gesundung. Annemarie Laimböck, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin (DPV) in freier Praxis, Lehranalytikerin am Innsbrucker Arbeitskreis für Psychoanalyse, Lehre an der Universität Innsbruck.

Eugenio Gaddini
»Das Ich ist vor allem ein körperliches«
Beiträge zur Psychoanalyse der ersten Strukturen
360 S. br., 39,90 €
978-3-95558-151-0
Eugenio Gaddini war der international bekannteste und einflussreichste italienische Psychoanalytiker bis in die 1980er Jahre. Deshalb »kann eine Reise in Gaddinis Gedankenwelt aus jeder psychoanalytischen Verortung eine Bereicherung sein« (Psyche). Die erweiterte Neuauflage seines Werkes über die unbewusste Bedeutung der Imitation wird von der Fachwelt schon länger erwartet. Gaddini entwickelte auf der Basis seiner Studien zu sehr frühen psychosomatischen Psychopathologien bei Kleinstkindern eine Theorie der Imitation. Er erhielt dafür internationale Anerkennung. »Gaddini sieht den Ursprung der Imitation in einer primitiven psychosensorischen Wahrnehmungstätigkeit mit dem Ziel, die Anerkennung des Objekts als ein vom Selbst Getrenntes zu vermeiden, indem es in einer Art halluzinatorischem Bild imitiert wird: Das Subjekt tut so, als ob es selbst das Objekt ist. (…) Die klinischen Beispiele, die Gaddini heranzieht, machen deutlich, dass es sich um grundlegende lebensnotwendige Bewältigungsmechanismen handelt, die ihren pathologischen Charakter erst durch entwicklungshemmende Fixierung und Extremisierung erlangen«. (Psyche) Eugenio Gaddini (1916-1985), Arzt und Psychoanalytiker, Mitglied der Italienischen Psychoanalytischen Vereinigung und der IPV. Lehranalytiker am Römischen Psychoanalytischen Institut. Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Beiträge, gesammelt unter dem Titel "Scritti 1953-1985".

Spätadoleszenz:
Identitätsprozesse und kultureller Wandel
Herausgegeben von Peter Bründl und Carl E. Scheidt mit Beiträgen von Bürgin, Dieter / Erdheim, Mario / Günter, Michael / Halevi, Sandra / Herzog, James / Novick, Jack / Novick, Kerry Kelly / Saegesser, Barbara / Scheidt, Carl E. / Schmukler, Anita / Rodriguez de la Sierra, Luis / Staehle, Angelika / von Klitzing, Kai
280 S.  geb., 29,90 €
978-3-95558-154-1
Die Spätadoleszenz ist der letzte große Brennpunkt der psychosexuellen Entwicklung hin zu einer erwachsenen Identität. Die in dieser Entwicklungsphase auftauchenden Krisen der Persönlichkeitsentwicklung bedürfen einer spezifischen Sensibilität im intersubjektiven Prozess einer psychoanalytischen Behandlung. Gleichzeitig entscheidet sich in der Spätadoleszenz, ob das Individuum sich in kulturelle und gesellschaftliche Prozesse wird einbringen können. 

Helmut Junker
Ellen – das Mädchen aus der Babyklappe
Bericht über eine magersüchtige Jugendliche
168 S.,  br., 19,90 €
978-3-95558-150-3
Was bewegt magersüchtige junge Frauen, wie sieht ihre Sicht auf die Welt aus? Der Psychoanalytiker Helmut Junker findet mit seinem Bericht über die Patientin Ellen Schall eine Form, diese unheimliche Krankheit und ihre Hintergründe zu erläutern und verständlich zu machen. Es ist die Geschichte einer Nachreifung zu einer Persönlichkeit, die die frühen Mangel­erfahrungen durchgearbeitet und überwunden hat und jetzt vorsichtig hinaus ins Leben will. Der Bericht handelt von einer 22-jährigen jungen Frau, deren Lebensschicksal in einer Babyklappe begann und eine wechselvolle Heimkarriere beinhaltet. Doch kann sie die Schule als Überlebenschance nutzen und entwickelt erst nach dem Abitur eine schwere Magersucht. In lebensbedrohlichem Zustand kommt sie in eine Klinik auf eine Station für Essgestörte. Dort lebt sie in selbstgewünschter Isolation, bis sie unter mühevollen Zweifeln die emotionale Anteilnahme ihrer zwei »Bodyguards« akzeptiert und eine für sie ungewohnte Nähe zulässt. Dies stößt ihren Lebenswillen wieder an. Ellen Schall entwickelt neue Kräfte und Neugier auf die Welt. Helmut Junker, Prof. i. R., Dr. Dr. med., Psychoanalytiker, Psychotherapeut, Dozent an der Akademie für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychoanalyse Hamburg. Autor mehrerer Bücher zur Praxis und Geschichte der Psychoanalyse, zuletzt bei Brandes & Apsel erschienen: Intersubjektivität und implizites Gedächtnis.

Alicia F. Liebermann / Patricia Van Horn
Psychotherapie mit Babys und Kleinkindern
Auswirkungen von Stress und Trauma auf die frühe Bindung
400 S.,  br., 39,90 €
978-3-95558-152-7
Säuglings-Eltern-Psychotherapie versucht die zerstörerischen Folgen von frühen Traumen einzudämmen und umzulenken. Das Buch verbindet erstmals wichtige Forschungen zu früher Entwicklung, Bindung, Neurobiologie und Trauma, mit aus klinischer Erfahrung gewonnenen praktischen Strategien für traumafokussierte Interventionen und Hilfen. Traumatische Erfahrungen in der frühen Kindheit können das ganze Leben nachdrücklich prägen und negativ beeinflussen. Oft entstehen sie durch die unbewusste transgenerationelle Weitergabe von eigenen traumatischen Erfahrungen der Eltern. Die wichtigste Rolle in der Therapie spielen deshalb die Eltern und primären Betreuungspersonen als mögliche Ursachen sowie als am besten geeignete Förderer einer gesunden Entwicklung ihrer Kinder. Durch die Unterstützung der elterlichen Liebe und Hingabe an das Kindeswohl will die Therapie befriedigende Beziehungserlebnisse wiederauffinden und neu schaffen, damit sie sich als neue Erinnerungen einprägen und helfen, einerseits Ängste flexibler zu machen, andererseits bei Kind und Eltern mehr Vertrauen ins eigene Gefühl für den jeweils anderen und für sich selbst zu schaffen. Alicia F. Lieberman, PhD, arbeitet am Fachbereich Psychiatrie der University of California in San Francisco (UCSF), wo sie den Irving B. Harris-Lehrstuhl für Infant Mental Health sowie die Vizepräsidentschaft für akademische Angelegenheiten innehat. Sie ist Leiterin des Child Trauma Research Program am General Hospital von San Francisco. Außerdem leitet sie das Early Trauma Treatment Network (ETTN), eine aus vier Hochschulprojekten bestehende Arbeitsgemeinschaft, die ihrerseits zum National Child Traumatic Stress Network (NCTSN) gehört. Patricia Van Horn, JD, PhD, arbeitete gleichfalls am Fachbereich Psychiatrie der University of California in San Francisco (UCSF), wo sie eine außerordentliche klinische Professur innehatte, und war am General Hospital von San Francisco sowohl stellvertretende Leiterin des Child Trauma Research Program als auch seit 2010 Leiterin der Abteilung für Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie am General Hospital von San Francisco.

Eva Weißmann
Lernen im Gleichgewicht
Wie Bewegung die emotionale und kognitive Entwicklung fördert
248 S.,  br., 24,90 €
978-3-95558-149-7
Die Fähigkeit eines Kindes zu lernen wird maßgeblich von einer gesunden Bewegungsentwicklung und seinen Bindungs- und Beziehungserfahrungen bestimmt. Im täglichen Umgang die eigene Bewegung zuspüren und respektvolle Berührung zu erleben, kann deshalb von Geburt an ein hilfreicher Weg zur Prävention von ADHS und weiteren psychosozialen sowie Lernstörungen sein. Um unseren Kindern zu helfen, wird es Zeit, die Bedeutung von Bewegungswahrnehmung für das Lernen ernstzunehmen, denn die Bewegungsentwicklung ist ein Pfeiler der seelischen Entwicklung des Kindes. Dies geht auch aus den Erkenntnissen der modernen Neurowissenschaften und aus der Säuglingsforschung hervor, nur wird es hier aus Mangel an Erfahrung mit kinästhetischer Arbeit nicht bis zum Ende gedacht. Eva Weißmann erklärt in Theorie und demonstriert in Fallgeschichten und Übungen, wie die Erwachsenen – Eltern, PädagogInnen, TherapeutInnen – eine achtsame kinästhetische Haltung und Praxis danach ausrichten können. Das Spüren freier Bewegung und responsiver Berührung lässt das Kind in eine gesunde Bindung, in umfassende Lernfähigkeit und eigenaktive Lebensgestaltung hineinwachsen. Eva Weißmann, arbeitete bis 1984 als Gymnasiallehrerin. Danach psychotherapeutische Ausbildung und Weiterbildungen in körpertherapeutischen Methoden, Psychoanalyse, prozessorientierter Psychologie. Eigene psychotherapeutische Praxis in Freiburg/Br., Dozentin und Supervisorin für Ärzte und Sozialarbeiter, Tänzerin, Choreographin und Feldenkrais- und Yogalehrerin. 

Bernard Brandchaft / Shelly Doctors / Dorienne Sorter
Emanzipatorische Psychoanalyse
Systeme pathologischer Anpassung – Brandchafts Konzept der Intersubjektivität
344 S.,  br., 39,90 €
978-3-95558-113-8
Bernard Brandchaft gilt mit Atwood und Stolorow als Begründer des Konzepts der Intersubjektivität. Daraus entwickelte er in seiner klinischen Arbeit die Idee der »Systeme pathologischer Anpassung«, die es ihm ermöglichte, Patienten mit Zwangsstörungen, Depressionen und Traumata psychoanalytisch zu behandeln, die in der klassischen Theorie als unanalysierbar oder widerständig abgelehnt wurden. An seinen Erkenntnissen lassen sich die intersubjektive Wende in der Psychoanalyse, die er entscheidend mitgeprägt hat, und die daraus folgende Erweiterung des psychoanalytischen Verfahrens verfolgen und nachvollziehen. Doctors und Sorter begleiten die Texte mit Erläuterungen zum historischen Kontext und dem Bezug zur gegenwärtigen Psychoanalyse. Bernard Brandchaft (1916-2013), M. D., Lehranalytiker am Los Angeles Psychoanalytic Institute und Gründungsmitglied des Institute for the Psychoanalytic Study of Subjectivity, emeritierter Professor der Clinical Psychiatry, UCLA School of Medi/ cine. Autor und Ko-Autor zahlreicher Artikel und Bücher, z. B.: (zus. m.George Atwood und Robert Stolorow) Psychoanalytic Treatment: An Intersub/ jective Approach (1987); The Intersubjective Perspective (1994). Shelley R. Doctors, Ph. D., Lehranalytikerin am Institute for the Psychoanalytic Study of Subjectivity, New York City, sowie am Institute for Contemporary Psychoanalysis and Psychotherapy, Washington DC. Ehemalige Präsidentin des Intern/ ational Council of the International Association for Psychoanalytic Self Psychology. Dorienne Sorter, Ph. D., LSCW, Lehranalytikerin am Institute for the Psychoanalytic Study of Subjectivity und Mitglied des International Council of the International Association for Psychoanalytic Self Psychology.

Räume, die Halt geben
Psychoanalytische Frühprävention mit Migrantinnen und ihren Kleinkindern
Vorwort von Marianne Leuzinger-Bohleber (geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts, Frankfurt)
192 S. , br., € 19,90
978-3-95558-112-1
Das Buch stellt die Erfahrungen zugewanderter Mütter vor. Sie haben die Möglichkeit, ihre meist traumatischen Flucht- und Migrationserfahrungen in Gruppen aufzuarbeiten. Gleichzeitig werden ihre psychosoziale Entwicklung und die ihrer Babys bis zum Kindergartenalter professionell begleitet. Wie sie diesen geschützten Raum nutzen können, zeigen die Beiträge voller Lebendigkeit und Überraschungen. Das Projekt wird von den »Frauen vor Ort«, den Gruppenleiterinnen, getragen. Ohne ihr Interesse an den Migrantinnen, deren Familien, deren Herkunft und Schicksal, ohne deren Neugier an dem Fremden und Unverstandenen, hätten sie die Mütter weder für die Teilnahme gewinnen noch über den langen Zeitraum von drei Jahren halten können. Dieser hürdenreiche Weg, der dennoch zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit führte, war mit einem großen Gewinn an Erkenntnissen für alle Seiten verbunden: Deshalb ist dieses Buch vor allem den Frauen und ihren Kindern gewidmet; und so kommen schwerpunktmäßig die Gruppenleiterinnen mit ihren Beobachtungen und Reflektionen zu Wort.
Die Herausgeberin Claudia Burkhardt-Mußmann, analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in eigener Praxis; Supervisorin und Dozentin am Anna-Freud-Institut und an der J. W. Goethe-Universität Frankfurt a. M.; ist klinische Leiterin des Migrations- und Präventionsprojekts ERSTE SCHRITTE; Beiträge in Büchern und Fachzeitschriften.

Mahzad Hoodgarzadeh
Bildungsaspiration im Migrationsdiskurs
Eine generationsübergreifende Darstellung am Beispiel iranischstämmiger Familien
120S.,  br., 12,90 €
978-3-95558-156-5
Ein Migrationshintergrund bedeutet nicht automatisch schlechtere Bildungschancen. Denn es gibt innerfamiliäre, generationsübergreifende Ressourcen, die den Bildungserfolg der Kinder fördern und ihr Bildungsverhalten prägen. Welche sind das und worauf sind sie zurückzuführen? Führen familiäre Bildungsnähe und elterliche Bildungsaspiration geradewegs zum Bildungserfolg? Was genau ist eigentlich Bildungserfolg? Hoodgarzadeh gibt fundierte Antworten und stellt damit die Diskussion auf eine solidere Basis. Kinder mit eigenem oder familiären Migrationshintergrund werden schnell als leistungsschwache Schüler abgestempelt. Jedoch zeigen Schüler, deren Eltern aus Vietnam oder dem Iran kommen, das Gegenteil. Sie zeichnen sich durch ihre überdurchschnittlichen Leistungen aus. Hoodgarzadeh greift eine der bildungsaffinen Migrantengruppen in Deutschland – iranischstämmige Familien – heraus und belegt innerfamiliäre Tradierungsprozesse. Es werden Entstehungszusammenhänge und -hintergründe des Bildungsverhaltens von Familien aus dem Iran dargestellt, die über migrationsspezifische Kapitale verfügen. Darüber hinaus wird eine neue Sichtweise auf Bildungserfolg und -aspiration im Themengeflecht von Migration, Sprache und Bildung vorgestellt, die auch die individuelle Situation betrachtet. Mahzad Hoodgarzadeh, promovierte Geisteswissenschaftlerin, leitete nach ihrer universitären Tätigkeit als Dozentin und Projektmitarbeiterin, Projekte im Bereich der Erwachsenenbildung, Migrations- und Mehr­sprachig­keits­forschung. Seit 2015 ist sie bei einem Beratungsunternehmen tätig.

Screenkids-(auf)gefangen im Netz
Risiken und Chancen neuer Medien
bei Kindern und Jugendlichen mit psychischen Schwierigkeiten
Herausgegeben von Verein für Psychoanalytische Sozialarbeit mit Beiträgen von Barth, Gottfried / Döser, Johannes / Feuling, Martin / Gätjen-Rund, Anna / Gerspach, Manfred / Kipp, Hilde / Knellesen, Olaf / Koller, Dieter / Künstler, Sylvia / Kunizew, Rimma / Laube, Michael / Sallwey, Philipp / Sitter, Frank / Strauß, Martina / Wieland, Birgit / Wolf, Reinhold
250 S., br., 29,90 €
978-3-95558-155-8
Betreuer und Therapeuten sehen sich heute in ihrer Praxis zunehmend mit der Nutzung von »neuen Medien« konfrontiert – eine Entwicklung, die nicht mehr zu ignorieren und auch nicht umzukehren ist. Deshalb müssen sie – oft selbst im Kampf mit ihrer eigenen Skepsis und Unsicherheit wegend der ständigen Erreichbarkeit liegend – sich der Frage stellen, wie sich diese auf früh traumatisierte und schwer entwicklungsbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche auswirkt. Und sind diese Wirkungen – wie oft befürchtet – nur negativ oder bieten sie auch neue Möglichkeiten, neue Chancen zur psychotherapeutischen Kontaktaufnahme? Auch in ambulanten oder stationären Therapien sind Smartphones, Tablets, ständiger Internetanschluss nicht mehr wegzudenken. Bei psychoanalytischen Autoren überwiegen medienkritische Stimmen, die dadurch bei ich-schwachen Persönlichkeiten eine massive Gefährdung der Identitätsentwicklung sehen.
Aber wie weit lassen sich die neuen Möglichkeiten auch als Chancen nutzen? Blockieren sie notwendige psychische Entwicklungswege oder können sie auch weniger angstbesetzte Kommunikationswege eröffnen, vielleicht gar wie die traditionellen Vermittlungsmedien Handpuppen, Brettspiele etc. genutzt werden? Das Internet als Raum, wo man die eigene schmerzhaft empfundene Andersartigkeit und Einsamkeit überdecken kann und nicht empfinden muss oder als Möglichkeit einer aktiven Teilhabe an sozialen Zusammenhängen, die anders nicht möglich scheint? 

Götz Eisenberg
Zwischen Amok und Alzheimer
Zur Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus
2.Aufl.
180 S. , br., € 19,80
978-3-95558-135-0
Der im Namen des Neoliberalismus von der Leine gelassene Kapitalismus hat ein gesellschaftliches Klima der Kälte und Feindseligkeit entstehen lassen, das sich in den Menschen als psychische Frigidität, Rücksichtslosigkeit und Indifferenz reproduziert. Selbst auf die Kindheit fällt ein Kälteschatten: Die Gesellschaft des entfesselten Marktes bemächtigt sich der Kinder mittels elektronischer Medien. Eine derartige Form der Sozialisation fördert die Produktion von Psychopathen. So wächst ein Menschentyp heran, der in seiner Bindungs-, Skrupel- und Gefühllosigkeit der Funktionsweise der Gesellschaft des entfesselten Marktes entspricht und sie am Leben erhält.
Doch Götz Eisenberg belässt es nicht bei dieser von ihm an vielen Beispielen konkretisierten Feststellung. Er sucht nach Auswegen.
»Eisenberg macht eine alltägliche Beobachtung und knüpft einen so frappierenden Gedanken daran, dass uns ein einziger Satz den medialen Schleier von den Augen nimmt.« (Matthias Altenburg, alias Jan Seghers, Frankfurter Rundschau)
Götz Eisenberg, geboren 1951 in Arolsen, Hessen. Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und psychosomatischen Medizin an der Universität Gießen. Promotion mit einer Arbeit zur Geschichte der sozialen Bewegungen. Ausbildung zum Familientherapeuten. Seit 1993 Gefängnispsychologe an der JVA Butzbach. Organisiert dort Kulturprojekte, Theateraufführungen und Lesungen. Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen seit den frühen 1970er Jahren in der Tradition der Kritischen Theorie, u. a. zu Amok, Hass und Gewalt.  MEHR PSYCHOANALYSE-NEUERSCHEINUNGEN


Tilmann Moser
Großmütter, Mütter und Töchter
Psychoanalytisch-körpertherapeutische Fallgeschichten
180 S. , br., € 19,90
978-3-95558-114-5
Der bekannte Psychoanalytiker Tilmann Moser führt sensibel und differenziert durch Fallgeschichten, die uns so fern nicht sind. In der weiblichen Generationenfolge finden wir sowohl Kraft als auch Leid, Resignation und psychosomatische Fixierungen. Uns werden eindrückliche Frauenschicksale lebendig vor Augen geführt. Der Schwerpunkt liegt auf den Veränderungsprozessen, die Moser und die Patientinnen zusammen in die Wege leiten. Moser beeindruckt durch seine in Jahrzehnten gewachsene  psychoanalytisch-körpertherapeutische Erfahrung. »Diese Fallgeschichten sind auch Versuche«, so Moser über sein Werk, »therapeutisches Verhalten in sehr verschiedenen Übertragungs- und Gegenübertragungskonstellationen darzustellen und zu diskutieren, ohne den Anspruch, perfekt gefühlt oder gehandelt zu haben. In meiner eigenen therapeutischen Entwicklung wäre es überaus nützlich gewesen, in den oft idealisierenden oder zumindest glättenden Fallvignetten der analytischen Lehrer oder Kollegen auch Unsicherheiten oder Fehler eingeräumt und diskutiert zu finden. Offenheit bedeutet nicht nur Respekt für den Patienten, sondern stellt in sich schon eine Art Wiedergutmachung dar für Fehler, die wir nicht immer vermeiden können, weil sich kleine oder mittlere Katastrophen sogar in einen Gewinn verwandeln lassen, wenn der Therapeut zu seiner Unsicherheit oder seinem Fehler stehen kannTilmann Moser, Dr., Psychoanalytiker, Studium der Literaturwissenschaft in Tübingen, Berlin und Paris, journalistische Ausbildung, danach Studium der Soziologie. 1969-1978 Jura-Dozent an der Goethe-Universität in Frankfurt a. M. Seit 1978 private Praxis. Buchpublikationen zu Psychoanalyse, Nationalsozialismus, Körperpsychotherapie, Religion. Bei Brandes & Apsel: Geld, Gier & Betrug (2012).


Isabelle Meier
Großeltern – Große Eltern
Archetypische und klinische Perspektiven der Großeltern-Kind-Beziehung
168 S. , br., € 19,90
978-3-95558-115-2
Dieses Buch ist der speziellen Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkind gewidmet, wie sie sich zum einen in den Märchen, Legenden, Sagen und Epen zeigen, zum anderen aber auch in den Erzählungen von Klienten in der therapeutischen Praxis. Die Jungianerin Isabelle Meier diskutiert in einem theoretischen Teil die Forschung bezüglich des Auftauchens von archetypischen Bildern, die bei der Großeltern-Enkelkind-Beziehung eine Rolle spielen. Mit einem intersubjektiven Blickwinkel wird in einem klinischen Teil der Großeltern-Enkelkind-Beziehung in der Praxis nachgegangen. Isabelle Meier, Dr. phil., Psychologin, Analytische Psychologie nach C. G. Jung und katathym-imaginative Psychotherapeutin, führt eine eigene Praxis in Zürich. Sie ist Dozentin, Lehranalytikerin und Supervisorin am ISAPZURICH (Internationales Seminar für Analytische Psychologie in Zürich) und seit 2012 dessen Co-Präsidentin. Zu ihren Veröffentlichungen zählen verschiedene Artikel in Zeitschriften und Buchpublikationen, u. a. in Seele und Forschung (Karger, 2006). Sie ist in der Kernredaktion der Zeitschrift Analytische Psychologie (Brandes & Apsel) tätig. Ihre Interessen liegen bei den Themen Imagination, Intersubjektivität, Komplexe und Archetypen.

Jutta Kahl-Popp
Das Gefühl, Gestalt anzunehmen
Zur Subjektivität in der Psychotherapieausbildung
208 S. , br., € 24,90
978-3-95558-117-6
Kahl-Popp betrachtet psychotherapeutische Ausbildungen aus der Innensicht. Sie untersucht den Erwerb professioneller Kompetenz der Kandidatinnen und Kandidaten in einem hochkomplexen Feld. Mit diesen kommt sie in einen Forschungsdialog, der die persönlichen und fachlichen Wachstumsprozesse reflektiert.
Jutta Kahl-Popp ist psychoanalytische Praktikerin und Psychotherapieforscherin. Einer ihrer Schwerpunkte liegt in der Erforschung der subjektiven Prozesse, die angehende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten während ihrer Ausbildung durchlaufen. Dabei sind die Ausbildungsverläufe mit persönlichen Krisen verbunden, aber auch mit Zuwächsen an menschlicher und klinischer Erfahrung, die die Person verändern. Kahl-Popp wertet Interaktionssequenzen von klinischen und supervisorischen Dialogen aus. Desgleichen werden Träume der angehenden Psychotherapeuten analysiert. Kahl-Popp zeigt somit auf, welche Faktoren in den psychotherapeutischen Ausbildungen das Lernen hin zu klinischer Könnerschaft anregen oder beeinträchtigen.
Jutta Kahl-Popp, Dr. phil., Psychoanalytikerin und analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin (DPV, VAKJP, SPR) in privater Praxis, universitäre Lehrtätigkeit sowie Dozentin, Supervisorin und Lehranalytikerin, Gutachterin. Preisträgerin der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung des Psychoanalytic Training Today Award 2009. Langjährige Psychotherapieforschung, Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen.


Bernard Brandchaft & Shelley Doctors & Dorienne Sorter
Emanzipatorische Psychoanalyse
Systeme pathologischer Anpassung – Brandchafts Konzept der Intersubjektivität
360 S. , br., € 39,90
978-3-95558-113-8
Dieses herausragende Buch verdeutlicht den wesentlichen Beitrag Bernard Brandchafts zur modernen Psychoanalyse im 21. Jahrhundert. Für jeden Analytiker und Psychotherapeuten, der an der intersubjektiven Wende in der klinischen Arbeit Interesse hat, wird dieses Buch zu einer unersetzlichen Quelle, die viele Fragen theoretischer und technischer Natur beantwortet und Perspektiven aufzeigt.
Bernard Brandchaft gilt mit Atwood und Stolorow als Begründer des Konzepts der Intersubjektivität. Daraus entwickelte er in seiner klinischen Arbeit die »Systeme pathologischer Anpassung« zur Erklärung und damit Therapierbarkeit von frühen Störungen, entstanden durch den kindlichen Versuch, die elterliche Bindung durch Anpassung an deren Wünsche auf Kosten der eigenen Selbstentwicklung zu erhalten. Im Fokus seiner emanzipatorischen Psychoanalyse steht immer die Kapazität des Analytikers, seine theoriegeprägten Vorurteile zugunsten einer Anerkennung der Perspektive des Patienten aufzugeben und von dort aus neu zu beginnen. Doctors und Sorter begleiten die teilweise unveröffentlichten Texte mit Erläuterungen zum historischen Kontext und dem Bezug zur gegenwärtigen Psychoanalyse.
Bernard Brandchaft, M. D., 1916–2013, Lehranalytiker am Los Angeles Psychoanalytic Institute und Gründungsmitglied des Institute for the Psychoanalytic Study of Subjectivity, emeritierter Professor der Clinical Psychiatry, UCLA School of Medicine. Autor und Ko-Autor zahlreicher Artikel und Bücher, z. B.: (zusammen mit George Atwood und Robert Stolorow) Psychoanalytic Treatment: An Intersubjective Approach (1987); The Intersubjective Perspective (1994). Shelley R. Doctors, Ph. D., Lehranalytikerin am Institute for the Psychoanalytic Study of Subjectivity, New York City, sowie am Institute for Contemporary Psychoanalysis and Psychotherapy, Washington DC. Ehemalige Präsidentin des International Council of the International Association for Psychoanalytic Self Psychology. Dorienne Sorter, Ph. D., LSCW, Lehranalytikerin am Institute for the Psychoanalytic Study of Subjectivity und Mitglied des International Council of the International Association for Psychoanalytic Self Psychology.

Psychoanalytische Säuglingsbeobachtung und Säuglings-Kleinkind-eltern-Psychotherapie
Herausgegeben von Gabriele Häußler mit Beiträgen von Petra Aulbert, Barbara Dürr, Barbara Hirschmüller, Agathe Israel, Maria Knott, Ross A. Lazar, Suzanne Maiello, Johan Norman, Fernanda Pedrina, Cecilia Enriquez de Salamanca, Ulrika Treier u. a.
240 S. , br., € 29,90
978-3-95558-116-9
Die in diesem Buch aufgezeigten Beispiele aus der psychoanalytischen Säuglingsbeobachtung wie auch aus der Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie machen deutlich, wie bereits Babys und kleine Kinder leiden, und zeigen auf, welche Möglichkeiten die Psychoanalyse bereit hält, um den sehr frühen Ängsten und Affekten zu begegnen. Psychoanalytische Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie ist somit eine sehr hilfreiche und effiziente Behandlungsmethode bei sehr frühen Störungen.
In den letzten Jahrzehnten wurde die von Esther Bick in der Tavistock Clinic in London entwickelte Säuglingsbeobachtung an psychoanalytischen Ausbildungsinstituten in Deutschland – wie auch weltweit – eingeführt. Diese praxisorientierte Methode bietet eine Grundlage für das Verständnis der emotionalen Entwicklung des Menschen und der Entwicklung von Beziehung. Die Lernerfahrung des Beobachtens und des Aushaltens frühester Ängste und Affekte stellt dabei eine wichtige Grundlage für psychoanalytisches Denken und die Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung dar. Sie führt zur Entwicklung von Empathie, Abstinenz und der analytischen Haltung, was Voraussetzung für die psychoanalytische Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist.
Gabriele Häußler, analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in eigener Praxis (VAKJP). Dozentin und Supervisorin am Psychoanalytischen Institut Stuttgart und Würzburg. Mitarbeiterin der Babyambulanz Stuttgart. Herausgeberin und Redakteurin der Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie. Publikationen zu verschiedenen Themen.

Helmut Luft
Die Kunst, dem Alter zu begegnen
Psychoanalytische Erkundungen
240 S. , br., € 29,90
978-3-95558-073-5
Die Erfahrungen des Lebens, frühere Traumatisierungen und Identifizierungen mit Bezugspersonen prägen den Umgang mit dem eigenen Altern. Die Psychoanalyse bietet die Möglichkeit, solche meist unbewussten Verknüpfungen zu erkennen und ihrem negativen, manchmal sogar selbstdestruktiven Einfluss zu begegnen. Die Kunst, dem Alter zu begegnen, bedeutet, durch Vorausschau und antizipierendes Verhalten rechtzeitig die Fallen zu vermeiden, die das Altern unweigerlich stellt, Antworten auf die unvermeidbaren Belastungen zu finden und eine bessere Lebensqualität zu erreichen. Der Autor hatte als Arzt und Klinikleiter die Möglichkeit, über viele Jahre junge und alte Menschen zu behandeln und die spezifischen Probleme der Älteren zu erkennen. So ließen sich oft die Vorgeschichten von Erkrankungen in der Biographie der PatientInnen finden. Therapeutische Intervention konnte die unbewusste Ebene der verborgenen Alternsprozesse aufzeigen und durch Bewusstmachung Alternativen entwickeln, besser mit dem Altern zurechtzukommen. Helmut Luft, Dr., geboren 1924, ist ehemaliger Nervenarzt und Psychoanalytiker. Seit 1994 Mitarbeit im Kasseler Arbeitskreis »Psychoanalyse und Altern«. Zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften.

Henning Melber
Namibia
Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit
Eine politische Landeskunde
216 S. , br., € 19,90
978-3-95558-109-1
Am 21. März 2015 feiert die Republik Namibia den 25. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Einer der international profundesten Kenner Namibias, Henning Melber, gibt Einblicke in die gesellschaftspolitischen Entwicklungen des Landes. Der Band trägt so als politische Landeskunde zu einem tieferen Verständnis Namibias bei, das noch immer eng mit Deutschland verbunden ist. Es bietet zudem eine kritische Analyse der postkolonialen Politik der SWAPO als einer Befreiungsbewegung an der Macht. Henning Melber, Dr. habil., geb. 1950 in Stuttgart, 1967 Auswanderung nach Namibia, 1974 Beitritt in die SWAPO-Befreiungsbewegung, 1975-1989 Einreiseverbot. Nach der Rückkehr 1992-2000 Leitung des Wirtschaftsforschungsinstituts NEPRU in Windhoek. 2000-2006 Forschungsdirektor am Nordic Africa Institute in Uppsala/ Schweden; dort 2006-2012 Leitung der Dag Hammarskjöld Stiftung, seit 2012 deren Senior Advisor und Direktor emeritus; Extraordinary Professor an der Universität Pretoria und der University Bloemfontein, Südafrika, sowie Senior Advisor am Nordic Africa Institute, Uppsala. Buchveröffentlichungen bei Brandes & Apsel, zuletzt: Genozid und Gedenken. Namibisch-deutsche Geschichte und Gegenwart (Hrsg.) (2005).


Thilo Thielke
Tansania
Reportagen und Reiseberichte aus dem Herzen Ostafrikas
184 S. , br., € 19,90
978-3-95558-110-7
Thilo Thielke bietet spannende Reportagen  und historische Exkursionen zu einem Land mit einer bewegten Vergangenheit. Denn in Tansania trieben sowohl deutsche Kolonialisten als auch brutale Sklavenhändler ihr Unwesen. Doch mit seinen Rohstoffen und einer beeindruckenden Natur birgt Tansania viele Schätze. So ist es Objekt unterschiedlichster Interessen und heute das beliebteste Reiseziel Ostafrikas. In Tansania gibt es gewaltige Gold- und Erdgasvorkommen, in Tansania liegen der Kilimandscharo, die Serengeti und der Ngorongoro-Krater. Das Land hat Zugang zu allen drei großen afrikanischen Seen: Tanganyika-, Malawi- und Victoriasee. Hinzu kommt eine endlose Küste am indischen Ozean mit dem wichtigen Hafen Dar es Salaam. Tansania hat also beste Voraussetzungen für eine Erfolgsgeschichte. Dennoch lähmen eine ausufernde Korruption und die sozialistische Vergangenheit mit den Volkserziehungs- experimenten des Unabhängigkeitspräsidenten Julius Nyerere das Land. Ausländische Investoren werden von Bürokraten verschreckt, die Wilderei wird exzessiv betrieben – hauptsächlich weil Beamte so tief in das schmutzige Geschäft verstrickt sind. All dies vermittelt uns Thielke auf spannende Weise als Kenner dieses interessanten Landes. Thilo Thielke, geb. 1968, arbeitete 1985-1990 für die Neue Presse, Hannover, danach beim SPIEGEL in Hamburg; dort 1990-1997 Redakteur bei SPIEGEL TV; beim SPIEGEL 1997-2000 Deutschlandressort, 2001 Sportressort, 2002 Auslandsressort; 2003-2008 SPIEGEL-Korrespondent in Nairobi, 2009-2012 in Bangkok; seit 2013 freier Journalist für Ostafrika und Besitzer einer Lodge am Kilimandscharo. Zahlreiche Buchpublikationen, bei Brandes & Apsel: Kenia – Reportagen aus dem Inneren eines zerrissenen Landes (2008); Philippinen. Unterwegs im Land der 7000 Inseln (2011).

Elke Burkhardt Montanari
Wie Kinder mehrsprachig aufwachsen
Ein Ratgeber, herausgegeben vom Verband binationaler Familien u. Partnerschaften, iaf e.V. mit einem Vorwort von Ingrid Haller
6. Auflage
112 S., Ill., br., € 9,90
978-3-86099-194-7
Wie Eltern und andere Erziehende die Kinder beim Aufwachsen in mehreren Sprachen begleiten können. Der Ratgeber macht Mut, den Schritt zur Mehrsprachigkeit bei Kindern zu wagen. »… übersichtlich, einfach und verständlich, immer wieder durch Beispiele aufgelockert. … Ein preiswerter und praxisorientierter Ratgeber.« (ekz-Informationsdienst) 

Massingue, Eva
Sichtbar anders
- aus dem Leben afrodeutscher Kinder und Jugendlicher
Herausgegeben vom Verband binationaler Familien u. Partnerschaften, iaf e. V.
2. Auflage
172 S., br., € 12,90
978-3-86099-821-2
Wie geht es Afrodeutschen in einer Gesellschaft, in der die Mehrheit selbstverständlich davon ausgeht, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe Ausländer sind? Afrodeutsche Kinder und Jugendliche machen früh Erfahrungen mit rassistischer Diskriminierung. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sind Selbsthilfegruppen und Hilfsangebote entstanden, die afrodeutsche Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, sich innerlich zu stabilisieren und, wenn nötig, nach außen zur Wehr zu setzen. Einige dieser Initiativen werden in dem vorliegendem Band vorgestellt. Ausführlich kommen die afrodeutschen Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern zu Wort: Sie erzählen, wie sie sich selbst sehen, und berichten von ihren Erfahrungen - in der Schule, in der Familie und manchmal auch im Herkunftsland eines nicht-deutschen Elternteils. Ein wertvoller Einblick für alle, die mit afrodeutschen Kindern leben und arbeiten

Claudia Carda-Döring, Rosa M. Manso Arias, Tanja Misof, Monika Repp, Ulrike Schiessle, Heike Schultz
Mit einem Nachwort von Rüster, Ute
Berührt
Alltagsgeschichten von Familien mit behinderten Kindern
4. Auflage
200 S., br., € 15,90
978-3-86099-829-8
Statistisch gesehen hat jeder Achte eine persönliche Verbindung zu einem geistig behinderten Menschen in seiner Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis. Vor allem dieses Umfeld, aber auch eine breite Öffentlichkeit möchte das Buch erreichen, denn falsche Vorstellungen und Abwehrhaltungen gegenüber dem Alltag von Familien mit behinderten Kindern sind gang und gäbe. Die Autorinnen betreiben keine Schönfärberei, das würde nicht ihrer Lebenserfahrung entsprechen. Die Offenheit und Ehrlichkeit in ihren Geschichten haben sie sich durch die langjährige Reflexion in einem gemeinsamen Gesprächskreis erarbeitet. Dort sind sie ihren Gefühlen, Phantasien und Wahrnehmungen auf den Grund gegangen. Dass daraus Geschichten - Miniaturen gelebten Lebens - entstanden sind, ist ein Glücksfall. Miterlebbar wird in diesen Geschichten die Liebe und die Fürsorge dieser Frauen für ihre Kinder, der Kampf um Anerkennung und die Freude über jeden errungenen Sieg. Die kleinen Schritte voran sind die Erfolgserlebnisse, die oftmals Enttäuschungen, Verletzungen und die Traurigkeit erträglich werden lassen: Die Kinder haben ihnen beigebracht, wie nah Weinen und Lachen beieinander liegen, sie haben zu einer Achtsamkeit geführt, die das Menschenbild der Frauen verändert hat. Nicht Klischees und Heile-Welt-Geschichten, sondern berührende Alltagsgeschichten eröffnen den Leserinnen und Lesern eine Welt, die ganz in ihrer Nähe ist. Sechs Frauen haben Geschichten über ihre Kinder geschrieben. Es sind traurige, skurrile, berührende, wütende und witzige Geschichten, die anders sind, anders, weil die Kinder anders sind. Diese Kinder hinterlassen besondere Spuren, denn diese Kinder haben körperliche und geistige Behinderungen. Das Neue und Einzigartige an diesem Buch ist, dass es den Autorinnen gelungen ist, behinderten Kindern Sprache und Ausdruck zu verleihen. Authentisch und ehrlich beschreiben sie auf höchst einfühlsame Weise die Entwicklung ihrer Kinder von der Geburt bis zur Einschulung. 

Binationaler Alltag in Deutschland
Ratgeber für Ausländerrecht und Internationales Familienrecht
8. aktualisierte und vollständig überarbeitete Aufl.
240 S., Br., € 19,90
978-3-86099-187-9
Der Ratgeber informiert über Besonderheiten im Ausländer- und Familienrecht, die binationale Familien und Partnerschaften betreffen. Dabei finden die Regelungen der Europäischen Union Eingang, womit der Bedeutung europäischer Politik und rechtlicher Einflüsse auf die Mitgliedstaaten Rechnung getragen wird. Verständlich geschrieben und anschaulich aufbereitet! Einzigartig auf dem Buchmarkt. Jetzt in aktualisierter und vollständig überarbeiteter Neuauflage.


Daniel N. Stern:
Der Gegenwartsmoment
4.Aufl.
288 S. , br., € 29,90
978-3-86099-817-5
Obwohl das Hier und Jetzt unser Alltagsleben überaus stark beeinflußt und wir subjektiv nur jetzt lebendig und bewußt sind, hat man über den Gegenwartsmoment in der alltäglichen Wahrnehmung überraschend wenig nachgedacht. Daniel N. Stern, international bekannter Verfasser von Bestsellern wie Die Lebenserfahrung des Säuglings und Tagebuch eines Babys, beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit jenen Gegenwartsmomenten intensiver und gelebter Erfahrung, die nur sekundenlang andauern, aber häufig tiefe Wahrheiten über unsere Psyche und unsere Erlebensweise offenbaren. Dieses Buch setzt sich mit höchst schwierigen, aber faszinierenden Fragen nach dem Wesen der Jetztheit und der Art und Weise auseinander, wie das Jetzt zwischen zwei Menschen erlebt wird. Dabei geht es Stern um die Beziehung zwischen Gegenwartsmomenten und therapeutischer Entwicklung und Veränderung. Stern erläutert die Unberechenbarkeit und Ungenauigkeit des therapeutischen Prozesses und untersucht, wie Vergangenheit und Gegenwart in der Therapie aufeinanderprallen und im Moment ihrer Kollision Möglichkeiten zu Veränderung und Weiterentwicklung eröffnen können. Indem er den Gegenwartsmoment ins Zentrum der Psychotherapie rückt, läßt Stern wichtige Themen in einem ganz neuen Licht erscheinen, etwa die Fragen, wie sich therapeutische Veränderung vollzieht, was in einer Therapie wirklich wichtig ist und wie unser Zusammensein mit dem Anderen unsere Vergangenheit umschreiben und unsere Zukunft verändern kann.
Ein monumentales Werk über die Welt der Psychotherapie von einem der führenden Repräsentanten des Feldes. (Antonio R. Damasio)
Sterns Der Gegenwartsmoment ist ein höchst innovatives, ja radikal innovatives Buch. Die Anwendung auf die klinische Psychoanalyse ist faszinierend und überzeugend zugleich. (Jerome Bruner)
Mit seinem Werk Die Lebenserfahrung des Säuglings leitete Daniel Stern einen Paradigmenwechsel ein. Ich glaube, dies ist ihm erneut gelungen. Der Gegenwartsmoment ist ein brillantes und bahnbrechendes Werk. (Ethel Spector Person)

Daniel N. Stern, M. D., Psychoanalytiker, international renommierter Säuglingsforscher und Entwicklungspsychologe, Honorarprofessor für Psychologie an der Universität von Genf und Lehrbeauftragter für Psychiatrie an der Cornell Medical School. international bekannter Verfasser von Bestsellern, die alle ins Deutsche übersetzt wurden

Marion Wallace
Geschichte Namibias
Von den Anfängen bis 1990
Beiträge von John Kinahan Urheber (sonst.): Basler Afrika Bibliographien
562 S., br., 29,90 €
978-3-95558-041-6
»Marion Wallace legt nichts weniger als die erste moderne allgemeine Geschichte Namibias vor. Forschende und Studierende zu Namibia und dem südlichen Afrika werden von ihrer sorgfältigen Darstellung der verschiedenen Aspekte der namibischen Geschichte – vom deutschen kolonialen Rassenstaat und dem ersten Genozid des 20. Jahrhunderts bis zur faktischen Annexion durch Südafrika und die sehr späte Unabhängigkeit – wesentlich profitieren.« (Jürgen Zimmerer, Universität Hamburg) 1990 erlangte Namibia, das ehemalige Deutsch-Südwestafrika, als letzte afrikanische Kolonie die Unabhängigkeit. Mit diesem Buch liegt erstmals eine umfassende Einführung in die Geschichte dieses faszinierenden Vielvölkerstaates in deutscher Sprache vor. Die Historikerin Marion Wallace (London) und der Archäologe John Kinahan (Windhoek) bieten einen fundierten Überblick über die historischen Epochen und gesellschaftlichen Entwicklungen seit den ersten Niederlassungen von Menschen in den Savannen und Wüsten des südwestlichen Afrikas.
Die vielschichtige Darstellung der deutschen und der von Apartheitspolitik und Befreiungskampf geprägten südafrikanischen Kolonial­zeit schließt mit einer Einschätzung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft des unabhängigen Namibias.
Marion Wallace ist Afrika-Kuratorin der British Library und Historikerin Namibias.


Dominic Johnson
Kongo:
Kriege, Korruption und die Kunst des Überlebens
dritte umfassend überarbeitete, um ein Kapitel erweiterte u. aktualisierte Auflage
264  S., Br., 24,90
978-3-86099-743-7
Die Spannungen, die zu den Kongo-Kriegen seit 1996 führten, wurden durch den Friedensschluss 2003 und die Wahlen 2006 nicht gelöst. Obwohl reich an Rohstoffen zählt der Kongo zu den ärmsten Ländern der Welt. Demokratische Entwicklungen werden immer wieder von den jeweiligen Machthabern sabotiert. In Kongos Ostregion Kivu tobt bis heute ein grausamer Milizenkrieg, der die Gesellschaft zerreißt. Längst organisieren die Kongolesen ihr Leben selbst. Kern aufgaben des Staates werden an der Basis organisiert und gegen staatliche Machtansprüche behauptet – von Schulbildung bis hin zur bewaffneten Selbstverteidigung. Der Erfindungsreichtum der Kongolesen und ihre Fähigkeit, aus dem Nichts etwas zu schaffen, sind legendär. Nur so konnten sie die vergangenen hundert Jahre kolonialer Gewalt, postkolonialer Willkür und zeitgenössischen Staatszerfalls überstehen. Einer der besten deutschsprachigen Kenner des Kongo erklärt die Hintergründe der Kriege des Landes und beschreibt, wie die politischen und wirtschaftlichen Konflikte in Zentralafrika die Gegenwart prägen. Johnson, der entlang der Menschen schreibt und forscht, erklärt, warum die ungelösten Probleme des Kongo Sprengkraft für ganz Afrika besitzen.
In den sechs Jahren nach dem ersten Erscheinen dieses Buches haben sich zahlreiche wichtige Ereignisse im Kongo zugetragen, nicht alle davon erfreulicher Natur. Die Wahlen von 2011, die M23-Rebellion von 2012-13 und die internationalen Kampagnen gegen kongolesische »Blutmineralien« sind die wesentlichen Punkte. Für diese dritte Auflage wurde das Geschehen im Kongo seit 2009 in einem neuen Kapitel zusammengetragen und die Sektionen über den Bergbau erweitert. Ebenso wurden Zahlen und Daten im Rest des Buches auf den aktuellen Stand gebracht.



Alizade, Alcira Mariam
Weibliche Sinnlichkeit
240 S., br., 29,90 €
978-3-95558-067-4
Alizade entwickelt die psychoanalytischen europäischen Diskussionen der 1960er bis 1980er Jahre um die weibliche Sexualität weiter.
»Ein leidenschaftlich geschriebenes und Leidenschaft erweckendes Buch, das nicht nur den männlichen Lesern das ›ewig Weibliche‹ – den von Freud so gefürchteten ›dark continent‹ – näherbringt, sondern auch das Vertrauen von Frauen in ihre Weiblichkeit stärkt. Daher empfehle ich allen dieses Buch zur Lektüre.« (R. Horacio Etchegoyen, aus dem Vorwort) »In diesem Buch spreche ich über einen Körper, der zugleich sinnlich und in ständigem Austausch begriffen ist zwischen Affekt und Repräsentanz, zwischen Primärvorgang mit seinen verschiedenen Schichten von Unbewusstheit und den Organisationen, die den Sekundärvorgang bestimmen. Ich spreche über einen Körper, der den Konflikten und Leidenschaften, den Tücken des Genusses, den Irrtümern der Identifikation sowie den Täuschungen der Objekte im Dienste der Befriedigung narzisstischer und ödipaler Fantasien auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Die Sprache und die tiefen Gefühle, die von den Wesen hervorgerufen werden, die über das menschliche Fleisch zirkulieren, hinterlassen Spuren, Zeichen, trophische Hüllen und Wunden, Rauheit und Zartheit.«
Alcira Mariam Alizade (1943-2013) war Psychoanalytikerin und Lehranalytikerin in der Argentinischen Psychoanalytischen Vereinigung und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Als Vorsitzende des 1998 gegründeten Komitees für Frauen und Psychoanalyse (COWAP) war sie eine unermüdliche Verfechterin seiner Aktivitäten und hat sich intensiv für seine Ziele eingesetzt, Bücher über Gender und Sexualität veröffentlicht und zahlreiche Bücher dazu herausgegeben.

 Alvarez, Anne
Das denkende Herz
Drei Ebenen psychoanalytischer Therapie mit gestörten Kindern
240 S., br., 29,90 €
978-3-95558-066-7
»Minutiös diagnostiziert Alvarez den psychischen Zustand ihrer Patienten, unterscheidet beispielsweise sehr genau, ob ein Kind auf psychopathische Weise von Gewalt fasziniert ist oder einfach voller Gewalt ist, die es nicht verarbeiten kann (...). Anne Alvarez hat wirklich etwas zu sagen.« (Herbert Kley, Psyche) Alvarez unterscheidet drei Ebenen von psychischen Zuständen und damit auch von technischen Herangehensweisen: erstens eine Ebene, auf der erklärende Deutungen im eigentlichen Sinn möglich und nötig sind, also die mehr oder weniger neurotischen Zustände; dann eine Ebene, die eher Beschreibungen des Zustandes erfordert, um auf diese Weise die eigene innere Verfassung für Patienten erlebbar zu machen; drittens eine Ebene, auf der es um Zustände geht, in denen die Patienten keine Hoffnung mehr zu haben scheinen, überhaupt auf ein interessiertes und vor allem auch auf ein interessantes Objekt zu stoßen, das es wert wäre, Kontakt zu ihm aufzunehmen.
Anne Alvarez, PhD, Psychologin, Psychoanalytikerin für Kinder- und Jugendliche in freier Praxis, Leiterin des Autismusprojektes und Dozentin an der Tavistock Clinic und dem San Francisco Psychoanalytic Society Child Program. Zahlreiche Veröffentlichungen, bei Brandes & Apsel: Zum Leben wiederfinden (2001). Monika Noll, renommierte Übersetzerin psychoanalytischer und anderer Literatur, lebt in Berlin.

Bardé, Benjamin / Jordan, Jochen
Klinische Psychokardiologie
Beiträge zur Psychotherapie von Herzkranken
424 S., br., 39,90 €
978-3-95558-046-9
Die beiden Autoren Bardé und Jordan weisen mit diesem Werk zur klinischen Psychokardiologie ein beeindruckendes und umfassendes psychotherapeutisches Erfahrungswissen vor. Es hilft herzkranken Menschen, ihr weiteres Leben zu meistern, und Ärzten und Psychotherapeuten, sich der spezifischen Herausforderungen bewusst zu werden. Die Psychokardiologie hat sich weltweit in den letzten Jahrzehnten zu einer sehr lebendigen und innovativen Disziplin entwickelt. Im ersten Teil des Buches werden die weltweiten Wissensbestände der letzten 100 Jahre zu psychodynamischen Faktoren der Entstehung und des Verlaufs der koronaren Herzerkrankung dargestellt.
Diese einzigartige systematische und umfassende Aufarbeitung psychodynamischer Hypothesen zeigt, dass sich eine Reihe von eindrucksvollen und klinisch evidenten psychischen Konstellationen herausarbeiten lässt, wie im zweiten Teil dargelegt wird.
Es werden dann erstmalig die behandlungstechnischen Herausforderungen und Besonderheiten der ambulanten und stationären Psychotherapie von PatientInnen mit unterschiedlichen Herz-Kreislauferkrankungen nachvollziehbar dargestellt.
Dr. phil. Benjamin Bardé, Diplom-Psychologe, Diplom Soziologe, Psychoanalytiker in eigener psychotherapeutischer Praxis. Bei Brandes & Apsel Herausgeber von Wagnis Psychoanalyse (2012). Zahlreiche wissenschaftliche Beiträge.
www.dr-benjamin-barde.de
Prof. Dr. Jochen Jordan, Jg. 1951, Promotion und Habilitation an der Universitätsklinik Frankfurt a. M., Einzel-, Paar- und Gruppenpsychotherapie sowie EMDR-Therapie. Bis 2006 Universitätsklinik Frankfurt a. M., seitdem Direktor der Abteilung Psychokardiologie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. Mehrere Buchpublikationen und langjährige Forschungen zum Thema.
www.psychokardiologie.info

Latenz:
Entwicklung und Behandlung
Herausgegeben von Manfred Endres und Catharina Salamander mit Beiträgen von Peter Bründl,  Susanne Hauser, Beiträge von Dieter Bürgin,  Yecheskiel Cohen,  Elke Fietzek,  Michael Günter, Hans Hopf, Ellen Lang-Langer,  Dagmar Lehmhaus, Nick Midgley,  Maria Nögel, Jack Novick, Kerry K. Novick, Fernanda Pedrina, Catharina Salamander und Sieg Tömmel
 978-3-95558-071-1
260 S., geb., 29,90 €
Das Latenz-Kind wagt normalerweise den Sprung aus der Familie und beginnt in der Schule zu lernen. Doch in der Latenz offenbaren sich dann Probleme und Konflikte aus vorangegangenen Entwicklungsschritten, die nun psychotherapeutisch bearbeitet werden müssen.

Joachim  F. Danckwardt, Gerd Schmithüsen,  Peter Wegner
Mikroprozesse psychoanalytischen Arbeitens
240 S., br., 29,90 €
978-3-95558-068-1
Das Buch stellt eine differenzierte und systema­tische Untersuchung von Mikro­­be­weg­ung­en in psychoanalytischen Pro­zes­sen dar. Als Pilotstudie rückt sie kleinteilige Pro­zess­elemente in den Vordergrund und zeigt, dass man mit einer solchen Untersuchung zu hilfreichen Einsichten und Fortschritten im Verständnis von Behandlungsprozessen kommen kann.
Die psychoanalytische Behandlungstechnik hat sich in den letzten hundert Jahren beeindruckend entwickelt. Die detaillierte Untersuchung klinischer Prozesse hat zu einer beachtlichen Ausdifferenzierung der psychoanalytischen Theorie geführt.
Die Forschung der Autoren bestätigt die Annahme, dass nicht eine bestimmte Behandlungsfrequenz die Behandlungsmethode bestimmt, sondern die spezifische Behandlungstechnik eines jeweiligen Psychoanalytikers, gekennzeichnet durch die Form, Art und Qualität des Wahrnehmens, Verstehens und Deutens des Unbewussten bzw. die Nutzung von wahrgenommenen Mikroprozessen zwischen Analysand und Analytiker. Deshalb kann psychoanalytisches Arbeiten in allen möglichen Frequenzen stattfinden, also auch in niederfrequenten Settings.


Psychoanalyse in Selbstdarstellungen
Band X
Herausgegeben von  Ludger M.Hermanns u.a.
300 S., br., 29,90 €
 978-3-95558-070-4
»[Die Beiträge] erzählen in meist sehr offener Weise von einem Leben, dessen Bruchlinie, wie nicht anders in diesen Jahrgängen zu erwarten, Nazizeit und Krieg darstellen. Hochinteressant gerade für den psychoanalytisch interessierten Leser ist es, in diesen Selbstdarstellungen den Blick nach innen mitverfolgen zu können.«
(Klaus Loebell, Jb. für Literatur & Psychoanalyse)
»[…] die Reihe [wird] zum einen zu einem bedeutenden Ort der Reflexion, zugleich ist sie Wissensspeicher für spätere wissenschaftshistorische Forschung.« (Florian Steger, Dt. Ärzteblatt)

Jaenicke, Chris
Die Suche nach Bezogenheit
Eine intersubjektiv-systemische Sicht
148 S., geb., 19,90 €
978-3-95558-069-8
Jaenicke untersucht, wie psychotherapeutische Interventionen in ihrer Intersubjektivität verstanden werden können. Denn die emotionalen Welten beider Beteiligter spielen eine konstitutive Rolle, sowohl beim Erfolg als auch bei krisenhaften Momenten im therapeutischen Prozess. Die Interaktion unterschiedlich organisierter subjektiver Welten in der Psychotherapie zeigt, wie eng Schwäche und Stärke, Heilung und Scheitern in jedem psychotherapeutischen Prozess miteinander verwoben sind. Auf der Ebene der wechselseitigen Begegnung hat der Prozess der Veränderung damit zu tun, wie die idiosynkratischen Stärken und Mängel beider Beteiligter miteinander verstrickt und im Durcharbeitungsprozess schließlich bearbeitet werden. Während ein asymmetrisches Setting aufrechterhalten wird und das Augenmerk in unserer Arbeit auf den Patienten gerichtet bleibt, wird jeglicher Veränderungsprozess als eine Systemveränderung verstanden. Zwei detaillierte Falldarstellungen und ein Supervisionsbeispiel veranschaulichen die Radikalität intersubjektiven Denkens
und Fühlens.


Oliner, Marion
Psychische Realität im Kontext
Reflexionen über Trauma, psychoanalyse und die persönliche Geschichte
Übersetzt von Vorspohl, Elisabeth
240 S., geb., 29,90 €
978-3-95558-059-9
Das Hauptaugenmerk dieses beeindruckenden Werkes liegt auf der größeren Flexibilität im analytischen Umgang mit dem Trauma. Diese Tatsache wurde bisher in keiner kohärenten Theorie, die das Verhältnis von äußerer Realität und psychischer Realität diskutiert, zusammengefasst. Die Stärke des Buches von Marion Oliner liegt in der Integration von analytischer Praxis, Theoriebildung und Selbstreflexion als Psychoanalytikerin. Dass sie dabei das traumatische Geschehen als Kontext einbezieht, verleiht ihrem Denken Tiefe. Ihre Einsichten in die inneren und äußeren Verwobenheiten des traumatisierten Individuums spiegeln sich in der Darstellung der Therapien wider. Marion M. Oliner, Psychoanalytikerin in privater Praxis in New York, Lehranalytikerin und Supervisorin, Vorstandsmitglied und im Ethikausschuss der New York Freudian Society, Mitglied der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Veröffentlichte zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften, u. a. in der Psyche, und forschte über die Auswirkungen des Holocaust auf die zweite Generation. Elisabeth Vorspohl, renommierte Übersetzerin psychoanalytischer Literatur; bei Brandes & Apsel u. a. Werke von Wilfred R. Bion und Daniel N. Stern.


Hinsberger, Gisela
Weil es dich gibt
Aufzeichnungen über das Leben mit meinem behinderten Kind
160 S., br., 15,90 €
978-3-95558-062-9
»Ein bemerkenswertes Buch von literarischer Kraft.«
(aspekte, ZDF)
»Regelrecht verschlugen habe ich dieses Buch wie einen Krimi.«
(Marion Brüssel, Hebammenforum Berlin)
»Ein sehr anrührendes Buch, das die ethische Frage diskutiert: Sollen Kinder, die behindert sind, überhaupt geboren werden? Eine Geschichte voller Lebensmut und ein berührendes Dokument.« (Fachdienst der Lebenshilfe)
»Ein besonderes Buch – unprätentiös, genau und mit literarischer Qualität erzählt. Der Erfahrungsbericht einer Mutter, der zeigt: Glück bedeutet nicht Leidfreiheit. Das Leben eines Kindes ist keine Rechengröße, darf es nicht sein.
Diese Geschichte geht zu Herzen und ist voller Lebensmut.« (Prof. Dr. med. Klaus Dörner)
»Die Geschichte geht sehr zu Herzen und man kann das Buch nicht mehr zur Seite legen.« (Mandy Scholz, Gen-ethischer Informationsdienst)
Gisela Hinsberger, geboren 1962, Diplom-Pädagogin und Autorin. Sie lebt mit ihrer Familie bei Aachen.

Özcan Karadeniz,  Anja Treichel,  Carina Großer-Kaya
Väter in interkulturellen Familien
Erfahrung – Perspektiven – Wege zur Wertschätzung
Herausgegeben vom Verband binationaler Familien u. Partnerschaften mit Beiträgen von Daniel Bartel, Cengiz Deniz, Carina Großer-Kaya, Özcan Karadeniz, Eben Louw, Anja Treichel und Michael Tunç
220 S., br., 19,90 €
978-3-95558-058-2
Väter mit Migrationsgeschichte sind in öffentlichen Debatten und im Alltag Vor­urteilen und Verallgemeinerungen ausgesetzt. Die Vielfalt ihres Lebensalltags und ihre Potenziale im Hinblick auf Vaterschaft stehen im Mittelpunkt des vorliegenden Buches, das als ein Ergebnis des Modellprojekts »Stark für Kinder – Väter in inter­kulturellen Familien« erarbeitet wurde. Das Buch gibt einen Überblick über sozialwissenschaftliche Ansätze der Väterforschung sowie die interkulturelle Väterarbeit. Zentrales Thema ist die Lebens­situation von Vätern mit Migrationsgeschichte in Deutschland. Ihre spezifischen Problemlagen werden häufig genauso wenig wahrgenommen wie ihre individuellen Ressourcen und Anpassungsleistungen. Zudem haben sie nur eine geringe Lobby zur Vertretung ihrer Interessen. Empowermentprozesse mit dem Fokus auf Männlichkeit und Vaterschaft, aber auch praktische Ansätze der sozialen Arbeit stecken noch in den Kinderschuhen. 

Hargasser, Brigitte
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Sequentielle Traumatisierungsprozesse
und die Aufgaben der Jugendhilfe
 240 S., br., 24,90 €
 978-3-95558-072-8
Brigitte Hargasser informiert ausführlich über die Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, über den anhaltenden Traumatisierungsprozess noch im Aufnahmeland und untersucht, wie man diese schwierige psychosoziale Lebenssituation verbessern kann. Dazu schlüsselt sie negative und unterstützende Erfahrungen mit der Jugendhilfe auf und formuliert klare Kritikpunkte, die sich auch an Politik und Gesellschaft richten. In ihrer Pilotstudie untersucht Brigitte Hargasser die bislang kaum beachtete eigene Perspektive der Hilfeadressaten auf ihre Erfahrungen mit der stationären Jugendhilfe. Grundlage sind Interviews mit ehemaligen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und BetreuerInnen verschiedener Jugendhilfeeinrichtungen. Häufig wird übersehen, dass es sich bei Traumata um anhaltende Prozesse handelt, in die unter den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen auch die Mitarbeiter der stationären Jugendhilfe involviert sind. Hargassers Studie gibt Anhaltspunkte, was notwendig ist, damit die stationäre Jugendhilfe traumaverstärkende Faktoren beseitigen und ein hilfreiches Milieu bieten kann.
Brigitte Hargasser, lebt in München, Diplom-Theologin, Schreinerin, Master of Mental Health; Weiterbildung zur systemischen Beraterin und Traumapädagogin. Seit vielen Jahren bei der AWO München als Betreuerin und im gruppenübergreifenden Fachdienst tätig. Sie verfügt über Erfahrungen im Aufbau neuer Jugendhilfeeinrichtungen für UMF und ist Mitglied des Bundesfachverbandes Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V.

Kochen und Essen wie in Afrika
Rezepte der Einwanderer von Marokko bis Südafrika
Hrsg. von Habton, Ghirmay, aufgezeichnet und  Foto(s) von Hentschel
180 S., br., 19,90€
978-3-95558-055-1
Die afrikanische Küche hat viele Köstlich­keiten zu bieten und ist doch bei uns wenig bekannt. Kochen und Essen wie in Afrika lädt ein, die kulinarische Vielfalt Afrikas kennenzulernen. Gekocht haben Einwanderer von Marokko bis Südafrika, vom Senegal bis Eritrea. Entstanden ist ein afrikanisches Kochbuch, wie es bisher auf dem deutschsprachigen Buchmarkt nicht zu finden ist. Kochen und Essen wie in Afrika versammelt nicht nur Gerichte afrikanischen Ursprungs. Es lässt auch die Migrationserfahrungen der Köchinnen und Köche lebendig werden und versteht sich als Beitrag zur Weiterentwicklung einer multikulturellen Gesellschaft. Die Realisierung eines derartigen Vorhabens war ein langwieriger und aufwändiger Prozess. Ziel war es, unterschiedlichste Menschen aktiv in die Arbeit an dem Buch einzubeziehen. Entstanden ist ein Werk, das neugierig macht auf den Reichtum der afrikanischen Küche. Detailliert wird über Zutaten und Zubereitung informiert. Es erzählt von afrikanischen Koch- und Essgewohnheiten und gewährt Einblicke in afrikanisches Leben in Mitteleuropa. Ghirmay Habton, geboren 1958 in Asmara, Eritrea. Floh 1980 nach Deutschland. Lebt zunächst in Göttingen, ab 1991 in Frankfurt am Main. Gründet dort 1998 mit seiner Frau Yordanos das afrikanische Restaurant und Kulturzentrum »Savanne«; das die beiden seit 2006 im mittelhessischen Lich betreiben. Holger Hentschel, geboren 1959 in Altenburg/Thüringen; Elektronikstudium in Görlitz; 1989 Umzug nach Frankfurt am Main, arbeitet als Planungsingenieur für Automatisierungstechnik. Seit Mitte der 1990er Jahre Interesse an Afrika, verschiedene Afrikareisen und Lichtbildvorträge über die Reisen. Lernte Ghirmay Habton in der »Savanne« kennen und wurde von ihm zur Mitarbeit an dem Buch gewonnen.



Norbert Deseive / Ingrid Stange
Schreiben am PC
Erarbeitung des Tastenfeldes. Einführung in die Briefgestaltung. Erarbeitung der Zeichen
23. korrigierte Auflage, bearbeitet von Vera Klintworth-Budny
68 S., Abb., A4-Spiralbindung, € 10,00
978-3-86099-178-7
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Daniel N. Stern /Nadia Bruschweiler-Stern
Geburt einer Mutter
Die Erfahrung, die das Leben einer Frau für immer verändert
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Angelika Hildebrandt
3.Auflage
200 S., br., € 19,90
978-3-95558-057-5
Wenn eine Frau Mutter wird, macht sie Erfahrungen/ mit denen sie nie zuvor in ihrem Leben konfrontiert war. Durch die Geburt des Kindes orientiert sie sich um, freut sich an anderen Dingen als bisher, definiert Werte und ihre Rolle in der Familie und Gesellschaft neu. Daniel N. Stern klärt mit seiner Frau, der Kinderärztin und Kinderpsychiaterin Nadia Bruschweiler-Stern, und der Journalistin Alison Freeland, was mit einer Frau passiert, wenn sie erstmals Mutter wird. Entstanden ist eine sensible Psychologie des Mütterwerdens und des Mutterseins, so dass Müttern und Vätern geholfen wird, ihre neue Identität besser zu verstehen


Psychoanalysen, die ihre Zeit brauchen
Herausgegeben von Peter Wegner und Heinz Henseler mit Beiträge von l. Biermann, G. Bruns, M. Elzer, A. Gertcich, J.-P, Hass, H. Henseler, l. Koesters, C. Leguetel, J. A. Nunes, G. Reerink, U. Rupperecht-Schampera und P. Wegner
4. durchgesehene und veränderte Auflage
356 S., geb., € 39,90
978-3-95558-050-6
„Die Berichte können uns eine Ahnung davon vermitteln, welcher Anspannung, Irritation, Ohnmacht, Lähmung, Leere und Hilflosigkeit, welchen Insuffizienz- und Schuld gefühlen, welchem Erschrecken und Erleben von Verrücktheit die Analytiker ausgesetzt waren und welche psychischen Leistungen des Mit-Leidens sie hatten aufbringen müssen, um sich auf einen Prozess einzulassen, der es dem Patienten erlaubte, den Analytiker mit der so schmerzlich verleugneten, deshalb so destruktiven und autodestruktiven Angewiesenheit zu gebrauchen - und zwar so lange, wie er ihn für die Integration seiner Abhängigkeit benötigte.“
Winfrid Trimborn, Psyche


Jenseits des Borderline-Syndroms
Grenzfallkinder im Wandel
Herausgegeben vom Verein für Psychoanalytische Sozialarbeit mit Beiträgen von Barth, Gottfried Maria / Déguilly, Isabelle / von Freyberg, Thomas / Früh, Friedl / Günther, Michael / Guyod, Fabrice / Herbert, Agnes / Krüger, Christof / Künstler, Sylvia / Lüderitz, Gert / Perner, Achim / Réveillaud, Marie / Schele, Lena / Schmitz, Mathias / Staigle, Joachim / Staigle, Monika / Strauß, Martina / Wieland, Birgit
228 S., br., € 24,90
978-3-95558-051-3
Psychoanalytische Sozialarbeit hat es zunehmend mit Kindern und Jugendlichen zu tun, deren Verarbeitungs- und Verhaltensmuster ihre bisherigen Arbeitsansätze infrage stellen: mit jungen Menschen (und ihren Eltern), die keine Grenzen zu kennen scheinen. Sind dies neue Erscheinungsformen entgrenzender Tendenzen, die ihre Ursachen auch in gesamtgesellschaftlichen Veränderungen haben? Und wie kann man damit umgehen? Dabei geht es ebenso sehr um die Begrenzungen und die Grenzenlosigkeit der Kinder wie auch um die Grenzen der Betreuer und Behandler.


Klein - Bion
Eine Einführung
2. Aufl. mit neuem Vorwort herausgegeben von Rosemarie Kennel und Gertrud Reerink mit Beiträgen von Rotraut de Clerck,  Rosemarie Kennell, Karin Lüders, Gertrud Reerink, Helen Schoenhals und Gisela Volk
176 S., br.,  € 19,90
978-3-86099-381-1
Die in diesem Band versammelten Arbeiten sind aus dem Wunsch entstanden, klinisch bedeutsame Denkmodelle der psychoanalytischen Theorie zur Diskussion zu stellen. Sie stammen von einer Gruppe von Frankfurter Psychoanalytikern, die sich seit Jahren mit der klinischen Arbeit der Kleinianer auseinandergesetzt haben. Anlass waren die Erfahrungen aus schwierigen und unbefriedigend verlaufenden Analysen, die dazu drängten, neue Wege zu suchen. Die theoretischen Konzepte von Melanie Klein bis Wilfred R. Bion, die dabei hilfreich waren, sind hier ausführlich dargestellt. So bietet das Buch auch eine hervorragende Informationsquelle für die zentralen Begriffe und Denkansätze der gegenwärtigen kleinianischen Psychoanalyse. Rosemarie Kennel, Dr. med., Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie. Psychoanalytikerin in freier Praxis. Lehranalytikerin der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung am Frankfurter Psychoanalytischen Institut. Gertrud Reerink, M.A., Psychoanalytikerin (DPV) in freier Praxis. Mitarbeit am »Institut für psychoanalytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie in Hessen e. V.«. Lehranalytikerin der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung am Frankfurter Psychoanalytischen Insitut.

Hofmann, Gerd:
Bolsenasee und Umgebung
Reise- und Kulturführer
3., aktualis. Aufl. 2014
204 S., br., 17,90€
 978-3-86099-769-7
Der Bolsenasee und seine Umgebung bieten in geradezu idealer Weise nicht nur Wassersportlern beste Voraussetzungen für schöne Ferientage. Es kommen auch Urlauber auf ihre Kosten, die an den vielfältigen historischen Zeugnissen der Region ebenso Interesse haben wie an der unvergleichlichen Landschaft zwischen Toskana und Umbrien. Dieser Reiseführer informiert nicht nur über den Bolsenasee, sondern über eine reizvolle Region Mittelitaliens, die sich seit Jahren bei Urlaubern wachsender Beliebtheit erfreut. Ein unverzichtbarer Begleiter für alle, die sich für den Bolsenasee als Urlaubsziel entscheiden. 

Tudor, Alyosxa
from [al'manja] with love
Trans/feministische Positionierungen zu Rassismus und Migratismus
300 S., br., 29,90€
978-3-95558-061-2
Rassismus, Migratismus und Genderismus/Sexismus als interdependente Machtverhältnisse bestimmen mit, was ›Deutsch-Sein‹ und ›Deutschland‹ bedeutet, wer im öffentlichen Verständnis dazugehört und wer nicht. [al’manja] steht hier nicht nur als das türkische Wort für Deutschland, sondern als postmigrantische Benennung, die vereinfachende Verständnisse von nationaler Zugehörigkeit grundsätzlich infrage stellt. Das Buch versteht [al’manja] als postkolonial, denkt ›trans politics‹ mit Ansätzen des ›transnational feminism‹ zusammen und eröffnet damit trans_feministische Perspektiven auf Zugehörigkeit, Zuhause und Community. Alyosxa Tudor, 2008-2011 wissenschaftliche Mitarbeit am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechter Studien/Humboldt-Universität zu Berlin. 2013-2014 GEXcel visiting scholar/Center of Gender Excellence, Linköping University, Schweden.


Reichelt, Fe
Improvisation, Ausdruckstanz und Traumgeschehen
Ein Schlüssel zum Unbewussten durch Atem und Bewegung
90 S., br., 12,90 €
978-3-95558-045-2
Fe Reichelt gibt dem Ausdruckstanz neue Impulse, indem sie Traumgeschehen und Improvisation in den Tanz integriert. Ein Buch aus der Praxis für die Praxis. Geeignet für die Arbeit in Gruppen wie für Einzelne.
Die Mary Wigman-Meisterschülerin Fe Reichelt bietet vielfältige Anregungen für alle am Ausdruckstanz Interessierten.
Mit Hilfe von Atmung und der Kraft der Imagination versucht Fe Reichelt, dem Ausdruckstanz eine neue Qualität zu geben. Das Ich – so Fe Reichelt – ist ein grenzenloses Feld der Erfahrung. Neugierde wird angestoßen. »Schau und finde – was nicht gesucht wird, bleibt unentdeckt.« (Sokrates)
Fe Reichelt, 1925 in Peking geboren und aufgewachsen. Meisterschülerin und Pädagogin bei Mary Wigman. Studium der Heil- und Sonderpädagogik. Lebte von 1978 bis 1997 in Frankfurt am Main. Gründete dort die Tanz- und Theaterwerkstatt. Seit 1997 arbeitet sie als Tanztherapeutin in Berlin. Angebote von Einzel- und Gruppentherapie sowie Fort- und Weiterbildungen. Seit Jahrzehnten tänzerisch und choreografisch tätig, tritt auch heute noch auf.

Aden-Grossmann, Wilma
Monika Seifert
Pädagogin der antiautoritären Erziehung Eine Biografie
190 S., br., 19,90€
978-3-95558-056-8
Monika Seifert (1932-2002) gründete 1967 in Frankfurt am Main den bundesweit ersten repressionsfreien Kindergarten, die »Kinderschule«. Ihre pädagogische und psychoanalytische Konzeption war Vorbild für viele antiautoritäre Kinderläden. Leidenschaftlich kämpfte sie für das Recht des Kindes auf eine repressionsfreie Erziehung in der Familie, im Kindergarten und in der Schule. Oskar Negt nannte sie die »Mutter der antiautoritären Kinderläden«. Wilma Aden-Grossmann zeichnet Leben und Wirken Monika Seiferts nach und liefert zugleich einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der antiautoritären Erziehung. Monika Seifert war die älteste Tochter des Psychoanalytikers Alexander Mitscherlich und seiner ersten Frau Melitta, ebenfalls Ärztin und Psychoanalytikerin, bei der sie aufwuchs. Als Kind erkrankte sie an Kinderlähmung, an deren Folgen sie zeitlebens litt. Trotz ihrer Behinderung absolvierte sie ein Soziologiestudium am Institut für Sozialforschung in Frankfurt und ein Weiterbildungsstudium in London am Tavistock Institute of Human Relations. Sie engagierte sich in der Anti-Atombewegung und im Sozialistischen Deutschen Studentenbund. Sie war verheiratet mit Jürgen Seifert, Professor für Politische Wissenschaft an der Uni­versität Hannover. Wilma Aden-Grossmann, geboren 1936. Studium der Germanistik, Soziologie und Erziehungswissenschaft. Seit 1980 Professorin für Sozialpädagogik an den Universitäten Frankfurt am Main (bis 1986), Dortmund (bis 1989) und Kassel. Seit 2001 im Ruhestand.



Cohen, Yecheskiel
Das traumatisierte Kind
Psychoanalytische therapie im Kinderheim Mit dem Film Die zweite Geburt
Hrsg. von Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen
240 S., geb., 29,90 €
978-3-95558-052-0
Cohen erläutert die psychoanalytische Behandlung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen, die in dieser Konzeptualisierung und Behandlungspraxis wohl einzigartig sein dürfte. Berührend begleitet dazu der Film Die zweite Geburt die außergewöhnliche Behandlung schwerst traumatisierter Kinder im Jerusalem Hills Therapeutic Center in Israel, wodurch dieser integrative therapeutische Ansatz besonders anschaulich wird. In dem Band finden sich wesentliche Arbeiten von Cohen, die sich mit der psychoanalytischen Behandlung von traumatisierten Kindern beschäftigen. Cohen entwickelte ein therapeutisches Konzept, das bis heute erfolgreich umgesetzt wird. Die Behandlungsergebnisse zeigen eine beeindruckende Resozialisierungsrate: Über Zweidrittel dieser meist aus desolaten Familien stammenden Kinder können wieder erfolgreich in die Gesellschaft eingegliedert werden. Der Film Die zweite Geburt schildert anschaulich die tragenden Säulen des Behandlungskonzeptes und das Milieu des Kinderheimes. Der Film eignet sich auch für die Weiterbildung und Supervision von Psychotherapeuten, die mit traumatisierten Kindern arbeiten. Yecheskiel Cohen, Psychoanalytiker und Supervisor, 1932 in Bernburg in Deutschland geboren. 1938 wurde seine Familie gezwungen, nach Jerusalem zu emigrieren. 1957 begann er, in einem Kinderheim zu arbeiten, das Kriegskinder, die die Naziverfolgung überlebt hatten, aufnahm. Er übernahm 1962 die Leitung, die er bis zu seiner Pensionierung 1997 innehatte. Cohen veröffentlichte zahlreiche Beiträge in nationalen und internationalen Fachzeitschriften. Bei Brandes & Apsel erschienen: Das mißhandelte Kind (2004).


Zinnecker-Mallmann, Konstanze
". und ihr Verbrechen war ein guter Wahn"
Psychoanalytische Überlegungen zu Liebe, Schuld und Trennung
184 S., geb., 24,90 €
978-3-95558-060-5
Spannende Verbindungen zwischen Psycho­analyse und Literatur herzustellen ist eine der großen Leidenschaften von Konstanze Zinnecker­Mallmann: Gemeinsamkeiten der Schicksale aus ihrer psychoanalytischen Praxis mit literarischen Beispielen, die von Goethe bis Kästner reichen. Dabei stellt sie kreative Trennungs- und Trauer­prozesse in den Mittel­punkt ihrer Untersuchungen. Die menschlichen Leiden ranken sich um Liebe und Schuld, Trennung und Tod. Die Psychoanalytikerin präsentiert anhand von Falldarstellungen die psychopathologischen Verstrickungen ihrer Patienten auf der Suche nach Konfliktlösungen, um liebes- und arbeitsfähig zu werden. Als Leitfaden dienen ihr aber nicht nur die psychoanalytischen Klassiker Sigmund Freud und Kurt R. Eiss­ler, sondern eben auch Goethes klassische Werke Die Leiden des jungen Werther und Faust. Konstanze Zinnecker-Mallmann zeigt auf, wie Menschen die existenziellen Konflikte um Liebe und Trennung, »stirb und werde« (Goethe), bewältigen und damit kreativ umgehen. Konstanze Zinnecker-Mallmann, Dipl.-Psych., seit 1984 niedergelassene Psychoanalytikerin in Frankfurt a. M., Beiträge in psychoanalytischen Fachzeitschriften und Herausgeberin ausgewählter Werke von Kurt R. Eissler. 2013 erschien bei Brandes & Apsel: »Diese liebende Verehrung …« Essays zu Literatur, Kunst und Gesellschaft.


Ödipuskomplex und Symbolbildung
Ihre Bedeutung bei Borderline-Zuständen und frühen Störungen
Herausgegeben von Heinz Weiß
2. unveränderte Auflage
144 S., br., 15,90 €
978-3-95558-049-0
Störungen des Denkens und der Symbolbildung sind in der Regel eng mit Missrepräsentationen der ödipalen Situation verbunden. Diese für das Werk Hanna Segals zentrale Erkenntnis stand im Mittelpunkt eines Symposiums, welches im September 1998 zu Ehren ihres 80. Geburtstages in Würzburg stattfand. Die Vorträge behandeln verschiedene Aspekte des Themas aus kulturhistorischer, theoretischer und klinischer Sicht – darunter auch Hanna Segals eigener Beitrag, in dem sie die Entwicklung ihrer Theorien zusammenfasst.

Hans Hopf:
Schulangst und Schulphobie
Wege zum Verständnis und zur Bewältigung
Hilfen für Eltern und Lehrer
212 S., br., € 19,90
978-3-95558-035-3
Sowohl Eltern wie auch Lehrer werden in das Geschehen um Schulängste hineingezogen. Sie müssen diese mit ihren Kindern bzw. Schülern mitverarbeiten. Das ist nicht immer einfach, und so bieten die Erfahrung und Kompetenz von Hopf in Sachen Angststörungen eine verlässliche Grundlage, um ein komplexes psychisches Geschehen im sozialen Raum zu verstehen. Hopf gelingt es, dies auf anschauliche Weise hervorragend zu vermitteln. Schulangst ist weitverbreitet und eine reale Angst, etwa vor Prüfungen, vor Beschämung, Verletzung oder Bestrafung. Während bei der Schulphobie die Schule nur als Bühne dient, haben Schulängste eine lange und traurige Geschichte von körperlicher und seelischer Misshandlung. Heutzutage jedoch können selbst die Lehrer nicht mehr aufmerksame Beschützer sein, weil sie selbst Angst haben vor den Schülern, den Eltern und der vorgesetzten Behörde. Mobbing und Bullying sind Ausdruck dieser Atmosphäre im sozialen Raum Schule. Aber auch Prüfungs- und Versagensängste plagen das moderne Kind. Ganz anders das Kind mit einer Schulphobie: Es hat Angst, die Schule zu besuchen, obwohl kein objektiver Grund dafür zu erkennen ist. Es leidet meist an Trennungsangst, die mit vielen seelischen und körperlichen Symptomen verbunden ist. 


Ines Neubauer:
Prostitution in Bamako, Mali
Akteurinnen zwischen Geld und Moral
144 S., br., € 17,90
978-3-95558-042-1
Ein differenzierter Blick jenseits gängiger Klischees auf die Prostitution in Malis Hauptstadt Bamako. Inès Neubauer kommt zu einem Schluss, der weit verbreiteten Auffassungen widerspricht: Sie beschreibt eine, wenn auch keineswegs konfliktlose, Einbindung der Prostitution in eine afrikanische Stadtgesellschaft und weniger deren Ausgrenzung und Unterdrückung. Menschenhandel, Sklaverei, Armut, Unterdrückung und sexuelle Ausbeutung der Frau in patriarchalen Gesellschaften. Das sind die mit Prostitution in Afrika üblicherweise verbundenen Assoziationen. So unbestritten das alles, oft in erschreckenden Dimensionen, existiert, bleibt doch die Frage, ob das unhinterfragt zu verallgemeinern ist. Inès Neubauer war vor Ort in Bamako und ist dem nachgegangen. Sie hat mit Prostituierten gesprochen, ihren Kunden, mit Polizisten und Vertretern von NGOs und auch mit unbeteiligten Bürgern. Herausgekommen ist ein facettenreiches Bild: Prostitution ist in Bamako kein gesellschaftlich scharf um- und abgegrenzter Beruf, sondern in das soziale Netz der Stadt verwoben, in dem Prostituierte eher informell aktiv sind und kaum von Zuhältern drangsaliert oder rechtlichen Zwängen unterworfen werden.


Bardé, Benjamin / Jordan, Jochen
Klinische Psychokardiologie
Beiträge zur Psychotherapie von Herzkranken
360 S., geb., 39,90 €
978-3-95558-046-9


Andrea Jeska:
Simbabwe
Agonie oder Aufbruch?
164 S., br., € 19,90
978-3-95558-041-4
Wie konnte es soweit kommen, dass Simbabwe nach der kolonialen Befreiung zu einem unfreien Staat mit einer kleptokratischen Nomenklatura wurde? Die Journalistin Andrea Jeska [Die ZEIT, FAZ, Brigitte, African Times, Chrismon, ARD, Lettre International, Manager Magazin] kennt das Land gut, sie lässt Farmer und Politiker, Anwälte, Frauenrechtlerinnen und Priester zu Wort kommen.
Simbabwe ist nicht Mugabe, und seine Macht ist brüchig. Hinter den Kulissen findet längst eine Entwicklung ohne ihn statt. Seit mehr als 20 Jahren liegt Simbabwe in zivilisatorischen Trümmern. Die einstige Kornkammer des südlichen Afrikas ist ein Armenhaus, Menschenrechte werden missachtet, Lebenserwartung und Alphabetisierungsrate sind geschrumpft, die Wirtschaftskraft ist flügellahm. Aufstieg und Untergang des Landes hängen am Staatspräsidenten Robert Mugabe. Einst Befreier von weißer Herrschaft, ist er längst der Unterdrücker seines Volkes. Doch auch in diesen Zeiten der kollektiven Angst beweisen die Menschen Courage und Fantasie. Simbabwe liegt geostrategisch im Zentrum internationalen Begehrens. Ausländische Investoren stehen bereit, angelockt von Gold und Diamanten, Platin und Kupfer. Unter einer neuen Regierung könnte Simbabwe ein Modellland für gerechte Landaufteilung werden. Von der gegenwärtigen Umverteilung der Ackerflächen profitieren die Kleinbauern. 

Peter Waldbauer:
Der Bestattungsratgeber
kompetent – sachlich – fair
244 S., br., € 19,90
978-3-95558-032-2
Viele Menschen fühlen sich hilflos und sind überfordert, wenn sie die Bestattung eines Angehörigen in die Hand nehmen müssen. Manche Bestattungsunternehmen nutzen die Trauer aus und versuchen Angehörige zu übervorteilen. Der Ratgeber will in Bestattungsfragen sensibilisieren und zeigt konkret, wie sich Angehörige vor unseriösen Anbietern schützen und Betrugsund Kostenfallen umgehen können. Die zahlreichen Hinweise sind übersichtlich gestaltet und führen kompetent, sicher und erfolgreich durch den Ablauf eines Sterbefalls. Sie beginnen mit der ärztlichen Totenbescheinigung, reichen über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bestattungsarten, die Auswahl des richtigen Bestatters, die Überführung, die Versorgung, die Trauerfeier, die zahlreichen Fremdleistungen, bis hin zu Grabmal, Grabpflege und Haushaltsauflösung. Das Buch enthält einen umfangreichen Serviceteil mit Checklisten (z.B. Dokumentenmappe, Maßnahmen im Todesfall, Kosten einer Bestattung, Übersicht über Qualitätssiegel u.a.). Der sehr ausführliche und kommentierte Adressenteil von Anbietern in der Bestattungsbranche sowie das Webseiten-Verzeichnis bieten dem Leser ein Nachschlagewerk, welches die eigene Recherche weitgehend überflüssig macht.

Beschneidung in Deutschland

Die »unheimliche« Beschneidung
Aufklärung und die Wiederkehr des Verdrängten
Herausgegeben von Yigal Blumenberg und Wolfgang Hegener mit Beiträgen von Yigal Blumenberg, Alfred Bodenheimer, Micha Brumlik, Wolfgang Hegener und Isidor J. Kaminer
184 S., br., € 19,90
978-3-95558-034-6
Die fünf Autoren aus den Bereichen Kultur und Erziehungswissenschaften, Judaistik und Psychoanalyse gehen den Fragen und Argumenten nach, die in der Debatte um die Beschneidung von männlichen Säuglingen in der jüdischen Tradition eine zentrale Rolle spielen. Sie wollen aber auch eine offenkundige Wissenslücke schließen, die sich deutlich bemerkbar gemacht hat. Ein genuin aufklärerisches Werk! Wenn auch mittlerweile der Gesetzgeber die medizinisch nicht indizierte Beschneidung legalisiert hat, so darf vermutet werden, dass diese Debatte in der deutschen Gesellschaft noch kein Ende gefunden hat. Es spricht Vieles dafür, dass in dieser hitzigen Auseinandersetzung Geschichte wiederkehrt und mit dem Hinweis auf die sog. »Auschwitzkeule« oder dem Vorwurf einer (sexuellen) Traumatisierung zurückgewiesen wird. Nicht selten entsteht der Eindruck, dass viele Diskutanten eher mit ihren eigenen Projektionen beschäftigt sind und nicht den konkreten Dialog mit Juden (aber auch mit Muslimen) suchen. Die Autoren versuchen, u. a. auf diese Fragen Antworten zu formulieren: Wie hat sich die Tradition christlicher Stereotype über die jüdische Tradition entwickelt? Was ist jüdische Tradition? Ist sie Ausdruck einer überkommenen patriarchalen Religion? 

Wolfgang Stemstein:
„Atomkraft - nein danke!"
Der lange Weg zum Ausstieg
Die Geschichte der Anti-Atomkraft-Bewegung
224 S., br., € 19,90
978-3-95558-033-9
Der Streit um die Atomkraft gehört zu den bedeutendsten innenpolitischen Ereignissen der deutschen Nachkriegspolitik. Wyhl, Brokdorf, Wackersdorf und Gorleben haben sich tief ins Gedächtnis der Menschen eingeprägt. Sternsteins Buch über die Anti-Atomkraftproteste spiegelt das kollektive Gedächtnis einer erfolgreichen Bürgerbewegung wider. Mit der Laufzeitverlängerung im Herbst 2010 schien der Kampf gegen die Atomindustrie verloren. Doch nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima kam mit dem Beschluss zum Atomausstieg die endgültige Wende. Diese Energiewende gründet nicht zuletzt in der engagierten Bürgerbewegung gegen die Atomkraftwerke, die vor vierzig Jahren am Oberrhein ihren Anfang nahm. Dabei wird deutlich, wie viel Kreativität, Geduld, Mut und Opferbereitschaft Bürgerinnen und Bürger in diesen umweltpolitischen Kampf eingebracht haben und welchen unerwarteten Konflikten sie gegenüberstanden, die sie lösen mussten. Sternstein beschreibt die Ereignisse aus der Perspektive eines teilnehmenden kritischen Beobachters, um Mut zu machen, sich in Bürgerinitiativen und sozialen Bewegungen zu engagieren und auf gewaltfreiem Wege Lösungen zu finden.

Eltern-Kind-Gruppen
Psychoanalytische Entwicklungsforschung und Praxisbeispiele
Herausgegeben von Inge-Martine Pretorius und Marie Zaphiriou Woods
Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Vorspohl
272 S., geb., € 29,90
978-3-95558-037-7
Dieses Buch ist eine wertvolle Quelle für alle, die mit Eltern-Kind-Gruppen zu tun haben. Es wendet sich an Kinderpsychotherapeuten, Kinderärzte, Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, Pädagoginnen und in der Frühförderung Tätige. Die Beiträge der Autorinnen und Autoren zeigen auf, wie Interventionen in den frühen kritischen Entwicklungsphasen von Kleinkindern emotionale »Entwicklungshilfe« geben können. Die Entwicklung basaler Fähigkeiten des Babys, das Stillen, die Individuation und Separation, Sprachentwicklung und Spielfähigkeit, Geschlechtsidentität und Sauberkeitserziehung sind alles Themen, die in Eltern-Kind- Gruppen bewusst und unbewusst »ausgelebt« werden. Anhand von Erfahrungen aus verschiedenartigen Gruppen wird diskutiert, welche Zugänge Gruppenleiterinnen wählen können, um die Entwicklung oder Aufrechterhaltung einer sicheren Bindung zu unterstützen und den – meistens – Müttern zu helfen, über ihr Kleinkind nachzudenken. Das beinhaltet gerade auch, den auftauchenden negativen Gefühlen nachzufühlen, zwischen eigenen Konflikten und problematischen Verhaltensweisen des Kindes zu unterscheiden, dessen wachsende Fähigkeiten zu unterstützen, ohne ihm den stets benötigten Rückhalt zu entziehen. INHALTSVERZEICHNIS d. engl. ORIGINALS

Hans-Geert Metzger:
Fragmentierte Vaterschaften
Über die Liebe und die Aggression der Väter
179 S., geb., € 19,90
978-3-95558-036-0
In der Vaterschaft – so die zentrale, psychoanalytisch entwickelte These des Buches – sind sowohl eine nahe, zärtliche wie auch eine grenzsetzende Haltung angelegt. Die Spannung zwischen diesen beiden Polen ist der Vaterschaft inhärent. Das Buch fasziniert durch seine Komplexität und bereitet den Weg zu einer integrierten Vaterschaft jenseits traditioneller Männlichkeit. Anhand von vielen klinischen und literarischen Beispielen zeigt Metzger die Bedeutung wie auch die Problematik von Vaterschaft heutzutage auf. Denn die Männer können sich nicht mehr auf ein sozial und kulturell geteiltes Vaterbild beziehen. Sie geraten zunehmend in den Konflikt zwischen gesellschaftlich geforderter Flexibilität und Selbstoptimierung und der Frage nach der Bereitschaft zur Bindung in einer Familie. An die Stelle der Verantwortlichkeit tritt oftmals der narzisstisch bestimmte Wunsch nach dem Ausleben eigener Bedürfnisse – auch auf Kosten der nächsten Generation. Das Vaterbild ist aufgespalten in sehr unterschiedliche Lösungen, die von der Verweigerung und der Verleugnung der Bedeutung für das Kind bis hin zur engagierten Vaterschaft reichen.

Babys und Kleinkinder
Herausgegeben von Fernanda Pedrina und Susanne Hauser mit Beiträgen von: Karl-Heinz Brisch, Tessa Baradon, Frank Dammasch, Yvon Gauthier, Barbara von Kalchreuth, Suzanne Maiello, Maria Mögel, Campbell Paul, Fernanda Pedrina, Silvia Reisch, Frances Salo und Björn Salomonson
272 S., geb., € 29,90
978-3-95558-038-4
Die Erforschung der frühesten Kindheit gibt immer mehr Aufschlüsse über die Verletzlichkeit und Störungsanfälligkeit früher Eltern-Kind-Beziehungen. Das Jahrbuch Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalyse Band 2 dokumentiert die kreative Verbindung von psychoanalytischer Therapie und internationaler Forschung auf diesem Gebiet. Besonders die Entwicklungsstörungen in der Mutter-Kleinkind- Beziehung stehen im Mittelpunkt der durchweg innovativen Beiträge. Zudem werden geschlechtsspezifische Aspekte diskutiert und auf die Alltagspraxis der frühkindlichen Betreuung bezogen. 

Sabine Mitzlaff und Dietmut Niedecken
Zerstörung des Denkens im Trauma
192 S., br., € 19,90
978-3-95558-039-1
Die Autorinnen untersuchen die Beschädigung des Selbst- und Weltverständnisses durch traumatisierende Ereignisse wie Unfälle, Gewalt oder Missbrauch. Anhand von Fallbeispielen schildern sie die psychischen Vorgänge und die Wege interaktiver Äußerung nach traumatischen Erfahrungen – ebenso das Problem ihrer praktischen »Unübersetzbarkeit«. Die Autorinnen diskutieren die psychischen Mechanismen in der Traumatisierung und daraus resultierende Phänomene wie die posttraumatische Ich-Spaltung. Theoretisch beziehen sie sich u. a. auf Sigmund Freud, Alfred Lorenzer, Jean Laplanche und Wilfred Bion. 

Psychoanalyse und Emigration aus Budapest und Berlin
Herausgegeben von Ludger M. Hermanns, Franziska Henningsen und János Can Togay mit Beiträgen von: F. Erös, L. Fórgo, J. Harmatta, F. Henningsen, L. M. Hermanns, M. Holmes, M. Krauss, J. Mészáros, E. Mühlleitner, H. Stroeken, I. Scezödy, J. C. Togay und C. E. Walker
200 S., br., € 19,90
978-3-95558-040-7
Die Beiträge stellen Forschungen zu den Emigrationswegen deutscher, österreichischer und ungarischer Psychoanalytiker im Zweiten Weltkrieg vor, untersuchen die Hilfsmaßnahmen in den Aufnahmeländern und erhellen die Motive für verspätete oder unterbliebene Emigrationen. 

Julia Kristeva: Schwarze Sonne
Depression und Melancholie
2.Auflage
280 S., Gb., € 29,90
978-3-86099-736-9
Depression als archaischen Ausdruck einer nicht symbolisierbaren, unbenennbaren narzisstischen Wunde. Daran und an Melanie Klein wie Jacques Lacan anknüpfend, kommt Julia Kristeva zu dem Befund: dass der Depressive nicht um ein Objekt trauert, sondern um ein sich der Sinngebung entziehendes »Reales«. Kristeva gelingt es, den in der Gegenwart immer stärker aufs Pathologische abzielenden und damit verengenden Diskurs zu jenem »depressiv-melancholischen Komplex« aufzubrechen. Sie zeigt, dass in Depression und Melancholie die Quelle von Leiden liegt, aber auch und davon nicht zu trennen: von Kreativität. Julia Kristeva in Bulgarien geboren und seit 1966 in Frankreich lebend, gehört zu den renommiertesten Sprachwissenschaftlerinnen und Psychoanalytikerinnen sowie kritischen intellektuellen Frankreichs. 2004 erhielt sie den norwegischen Holberg-Preis. 2006 den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken; zahlreiche Ehrendoktorwürden, Auszeichnungen und Preise. Sie ist Professorin am Institut Universitaire de France und schrieb einflussreiche Bücher über Psychoanalyse, Literatur und Sprache.

Julia Kristeva
Die Zukunft einer Revolte
128 S., br., 12,90 €
978-3-95558-168-8
Volksaufstände, eine aufgebrachte Jugend, vom Sockel gestürzte Diktatoren, in Blutbädern unterdrückte Hoffnungen und Freiheitswünsche... Sollte die Revolte die digitale Menschheit aus ihrem Traum allseitiger Vernetzung reißen? Doch von welcher Revolte ist hier die Rede? Julia Kristeva geht der Frage nach, was eine Revolte ist - verstanden zugleich als politische Erneuerung, innere Wiedergeburt und ethisches Ideal. Sie gibt dem Denken in der Revolte einen neuen Sinn: auch und vor allem, wenn diese sich fern vom Lärm der Straße und vom Spektakel vollzieht. Für Kristeva sind wir nur wirklich psychisch am Leben, wenn wir uns die Zeit und den Raum für Revolten einräumen: um abzubrechen, zu erinnern, neu zu beginnen. Unter anderem die psychoanalytische Erfahrung, aber auch literarisches Schreiben ermöglichen diese innere »Revolution«, die dann auch in politische Praxis münden kann.

Segal, Hanna
Melanie Klein
Eine Einführung in ihr Werk
Aus d. Engl. von Gerhard Vorkamp
2. Auflage 2013
192 S., br., € 19,90
978-3-86099-551-8
Hanna Segal, 1918 in Polen geboren, absolvierte ihre medizinische und psychoanalytische Ausbildung in England, war Lehranalytikerin der Britischen Psychoanalytischen Gesellschaft und stellvertretende Präsidentin der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung und wurde eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Kleinianischen Schule. Sie gibt in diesem in viele Sprachen übersetzten Buch eine äußerst prägnante und verständliche Darstellung der Entstehung und des theoretischen Zusammenhangs von Melanie Kleins Lebenswerk.
Inhalt
Einleitung
1. Melanie Kleins Frühwerk
2. Phantasie
3. Die paranoid-schizoide Position
4. Neid
5. Die Psychopathologie der paranoid-schizoiden Position
6. Die depressive Position
7. Manische Abwehrmechanismen
8. Wiedergutmachung
9. Die Frühstadien des Ödipuskomplexes
10. Nachwort zur Technik
Glossar
Die Veröffentlichungen von Melanie Klein
Register

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Vann Nath:
„Ich malte um mein Leben"
Im Todeslager der Roten Khmer in Kambodscha
Herausgegeben von Alexander Goeb
160 S., br., € 17,90
978-3-95558-000-1
Unter den Roten Khmer kam zwischen 1975 und 1979 ein Viertel der kambodschanischen Bevölkerung ums Leben. Vann Nath war im Todeslager Tuol Sleng S-21 in Phnom Penh inhaftiert. Er überlebte, indem er auf Befehl Porträts von »Bruder Nr. 1« Pol Pot malte. Nach seiner Befreiung – er war einer von sieben Überlebenden – malte er die Schrecken der Haft. Viele seiner Bilder werden in dem zum Genozid-Museum umgewandelten Lager ausgestellt, das jährlich auch tausende Deutsche besuchen. Seine Leidensgeschichte dokumentierte Vann Nath auf Khmer. Jetzt liegt sie auch auf Deutsch vor, angereichert durch einen umfangreichen Farbbildteil mit Reproduktionen von Gemälden des Künstlers und Bildern aus seinem Leben. Vann Nath starb 2011 an einer schweren Nierenerkrankung. Postum war er 2012 Teilnehmer der documenta 13 in Kassel.

Thomas Kruchem:
Land und Wasser
Von der Verantwortung ausländischer Agrarinvestoren im Süden Afrikas
184 S., br., € 17,90
978-3-95558-002-5
Das südliche Afrika könnte die Welt ernähren. Es besitzt reichlich gutes Land und Wasser. Tatsächlich jedoch importiert Afrika 50 Millionen Tonnen Getreide jährlich. Und die Kleinbauern, 80 % der Bevölkerung, geraten von einer Krise in die nächste; es fehlt ihnen an Input, Technik, Marktzugang, Wissen – und wirtschaftlichen Perspektiven. 50 Jahre Entwicklungshilfe haben wenig geändert. Jetzt setzen mehrere Regierungen auf Agrarinvestitionen: Ausländische Investoren sollen das Agrar- und Bewässerungspotential mobilisieren; sie sollen, als Partner, den Kleinbauern Perspektiven vermitteln und so Ernährung sichern helfen. Die große Frage angesichts der Landraub-Diskussion: Inwieweit stellen sich die Investoren ihrer Verantwortung für Menschen, Umwelt und Wasserressourcen? Fördern oder bremsen sie Entwicklung? Thomas Kruchem, Journalist und freier Autor, Spezialist für Entwicklungs- und Wasserthemen. Zahlreiche Publikationen, darunter Brücken über die Apartheid (1988), Staatsfeind Scientology? (1999). Thomas Kruchem wurde viermal mit dem Medienpreis Entwicklungspolitik des BMZ ausgezeichnet.
http://www.namibiana.de/namibia-information/who-is-who/autoren/infos-zur-person/thomas-kruchem.html


Rassismus auf gut Deutsch
Ein kritisches Nachschlagewerk zu rassistischen Sprachhandlungen
Herausgegeben von Adibeli Nduka-Agwu und Antje Hornstein
2. Auflage 2013
559 S., Br., € 44,00
978-3-86099-643-0
Sprache wird meist als ein neutrales, abbildendes Medium gesehen. Ihre diskriminierende Funktion wird in der Regel in der öffentlichen Wahrnehmung auf Schimpfwörter beschränkt. Tatsächlich aber kommt Diskriminierung in verschleierter und übertragener Weise weit häufiger vor, als es auf den ersten Blick erscheint. Manche Begriffe sind nicht von vorneherein rassistisch, werden aber durch die Art ihrer Verwendung rassistisch aufgeladen.
Unbewusster oder »gut gemeinter« Rassismus in alltäglichen Sprachpraktiken wird mit konkreten Beispielen aufgedeckt und es werden Alternativen angeboten. Die Reihe wird herausgegeben von Antje Lann Hornscheidt, Professorin für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für transdisziplinäre Gender Studies der Humboldt-Universität Berlin.

Birger Thureson:
Die Hoffnung kehrt zurück
Der Arzt Denis Mukwege und sein Kampf gegen sexuelle Gewalt im Kongo
Herausgegeben von Deutschen Institut für Ärztliche Mission e. V.
160 S., br., € 14,90
978-3-95558-001-8
Der kongolesische Gynäkologe Denis Mukwege kämpft für die Wiederherstellung der Würde der vergewaltigten Frauen im Kongo. Ihre authentischen Berichte sind schmerzliche Zeugnisse brutaler Gewalt, sprechen aber auch von Lebenswillen und Lebensmut. Tausende Frauen sind systematischer sexueller Gewalt ausgesetzt, die ein Teil des Krieges im Ost-Kongo ist. Viele werden von ihren Familien verstoßen, weil sie als von den Feinden verunreinigt betrachtet werden. Um diesen traumatisierten Frauen medizinisch und psychisch zu helfen, hat der Gynäkologe Denis Mukwege in Bukavu das Panzi-Krankenhaus gegründet. In dem angeschlossenen Frauenzentrum Dorkas finden viele Frauen einen Ort der Heilung. Der schwedische Journalist Birger Thureson hat Denis Mukwege, Leiter des Panzi-Krankenhaus in Bukavu, und seine Patientinnen getroffen und ihre Geschichten aufgezeichnet. Informationen zu den Hintergründen des Bürgerkrieges im Ost-Kongo ergänzen das Buch. http://www.panzihospital.org/about/dr-denis_mukwege

Manfred Berger
Sexualerziehung im Kindergarten
6., überarbeitete Auflage 2012
128 S., Zeichnungen, Fotos, Br., € 9,90
978-3-925798-37-5
Über die zentrale Bedeutung der Sexualerziehung in der Institution Kindergarten. Die kindliche Sexualität wird in den meisten Kindergärten weiterhin tabuisiert, und die Angst vor AIDS bedroht selbst kleine Fortschritte. Mit detaillierten praktischen Vorschlägen. Eine wichtige Hilfe für ErzieherInnen in ihrer Arbeit mit Kindern – und deren Eltern. 

HIV-positiv
… und wie damit leben?
220 S., br., € 19,90
978-3-95558-003-2
Präsentiert werden Lebensgeschichten von HIV-Betroffenen aus vier Kontinenten. Berichtet wird über mutige Menschen, die einer »Normalisierung der HIV-Infektion« schon viel näher sind, als dies in Deutschland der Fall ist. Soziale Bewegungen wie die südafrikanische Treatment Action Campaign haben dazu beigetragen, dass heute in Afrika weit über die Hälfte der mit HIV infizierten Menschen, die Behandlung benötigen, diese auch erhalten. Internationale Solidarität hat zu wichtigen Einrichtungen wie dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Malaria, TB und HIV geführt, dank derer heute Millionen von Menschen therapiert werden können. Aber das Buch zeigt auch auf, dass noch nicht alle Probleme gelöst sind. Stigmatisierung ist und bleibt ein großes Hindernis für den Zugang zu Prävention und Behandlung. Auch kulturelle Faktoren sowie das Rollenverständnis von Mann und Frau sind oft Hemmnisse, die überwunden werden müssen, damit Frauen und Männer sich effektiv vor HIV schützen können.

Hefeneger, Benno
Beschimpfen, bloßstellen, erniedrigen
Beschämung in der Pädagogik
164 S., br., 17,90 €
978-3-95558-005-6
Der bekannte Erziehungswissenschaftler Hafeneger setzt sich mit Beschämung und der bewussten Kränkung von Jugendlichen und Kindern durch Pädagogen auseinander. Er plädiert eindringlich für eine neue Schulkultur: eine professionelle »Kultur der Anerkennung«. In pädagogischen Einrichtungen gibt es vielfältige subtile Formen von sprachlicher und gestischer Gewalt, die sich in Beschämungen ausdrücken. Diese erfahren Kinder und Jugendliche, indem sie von Pädagoginnen und Pädagogen, von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern bloßgestellt, lächerlich gemacht, vorgeführt, diskriminiert, erniedrigt, fertig gemacht, ausgegrenzt werden. Der Autor beschreibt Formen und Folgen im pädagogischen Alltag, bilanziert die Diskussion zu Scham und Beschämung und zeigt, welche neueren empirischen Befunde vor allem für die Schule vorliegen. Deutlich wird auch, dass es einerseits Beschämungen von Kindern und Jugendlichen in der Pädagogik gibt, dass andererseits aber auch die Pädagogik selbst und hier vor allem die Schule immer wieder öffentlichen Beschimpfungen und Beschämungen ausgesetzt sind.

Rainer Deppe:
Die Liebe wirst du los, das Virus nie
Als Homeworker bei der AIDS-Hilfe
188 S., br., € 19,90
978-3-95558-004-9
Ein authentischer und packender Einblick in die ehrenamtliche Arbeit eines Homeworkers der AIDS-Hilfe, die 2013 ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Im Vordergrund stehen die unvorhersehbare Dynamik, die Vielfalt und die Intensität der Beziehung zwischen Betreuer und Betreutem im letzten Lebensjahr eines an Aids erkrankten Mannes. Rainer Deppe erzählt eindrucksvoll von seinen Erlebnissen mit dem an Aids erkrankten und durch ein Hirnaneurysma erblindeten David Hagenreuther. Einem Mann, der seinem Schicksal bis zuletzt in lakonischer Weise trotzt, obwohl er weiß, dass er ihm erliegen wird. Zwischen Betreuer und Betreutem entwickelt sich eine Beziehung, die nicht in diesen Kategorien aufgeht und nicht für beide dasselbe bedeutet. Der Bericht ist die persönliche Erinnerung an einen besonderen Menschen. Er reflektiert zugleich Möglichkeiten und Grenzen der Tätigkeit von Homeworkern der AIDS-Hilfe. Angesprochen sind aber auch andere Ehrenamtliche, die es mit Schwerkranken oder Sterbenden zu tun haben.

Mireille Cifali / Francis Imbert:
Freud und die Pädagogik
192 S., br., € 19,90
978-3-95558-010-0
Die Frage nach dem Einfluss des sozialen Milieus, des pädagogischen Umfeldes und der Autoritätspersonen auf die kindliche Psyche ist aktueller denn je. Cifali und Imbert diskutieren den Stand der psychoanalytischen Pädagogik und ergänzen den Band mit ausgewählten Texten von Sigmund Freud, August Aichhorn und Hans Zulliger. Bereits 1909 bemerkte Sigmund Freud die Auswirkungen seiner psychoanalytischen Theorie und Praxis auf die Bereiche Schule und Erziehung. Im regen Austausch mit August Aichhorn und Hans Zulliger entwickelte sich in den folgenden Jahren eine auf seine kulturtheoretischen Überlegungen gestützte psychoanalytische Pädagogik. Freud, Aichhorn und Zulliger beschäftigten sich mit der Anwendung der Psychoanalyse innerhalb von pädagogischen Institutionen wie Schulen und Heimen. Cifali und Imbert erläutern den historischen Kontext psychoanalytisch-pädagogischer Basistexte und beleuchten umfassend ihre zeitgenössische Rezeption, wodurch erneut eine Diskussion über die erzieherische Funktion der Schulen und pädagogischer Institutionen angestoßen wird. 

Das modernisierte Kind
Herausgegeben von Frank Dammasch mit Beiträgen von Rainer Boehm, Frank Dammasch, Rolf Goeppel, Michael Günter, Gertrud Hardtmann, Vera King, Ellen Lang-Langer, Iris Nikulka, Jochen Raue, Ann Kathrin Scheerer
216 S., br., 19,90 €
978-3-86099-902-8
Das Buch leuchtet prägnant die Möglichkeiten und Grenzen kindlicher Entwicklung in der globalisierten Moderne des 21. Jahrhunderts aus. Die Autorinnen und Autoren betrachten die Auswirkungen von sozialen Beschleunigungsprozessen, Bildungsoptimierungsversuchen und neuen Medien auf die psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Demokratisierung der Familienverhältnisse, Gleichstellung der Frau und Bildung sind Leitthemen moderner Politik. Der weitgehende Wegfall patriarchaler Strukturen führt einerseits zur Entfaltung subjektiver Freiheitsgefühle, andererseits zu der Notwendigkeit, die eigene Identität im Dschungel stetig wachsender Möglichkeiten immer wieder neu zu modifizieren. Der Wandel von der hierarchischen Familie zur Verhandlungsfamilie, die technologische Beschleunigung und der zunehmende Zwang zur Bildungsoptimierung von kleinen Kindern erhöhen die psychosozialen Arbeitsanforderungen. Es mehren sich Stimmen aus Wissenschaft und Praxis, die auf die Schattenseiten des beschleunigten sozialen Wandels hindeuten: Depressivität, Hyperaktivität und Konzentrationsschwächen sind einige der beobachtbaren anwachsenden Symptome. 

Baumeister-Duru /Hofmann /Timmermann /Wulf:
Psychoanalytische Behandlung von Kindern und
Jugendlichen mit Angststörungen und Depression
Behandlungsmanual
176 S., br., € 17,90
978-3-95558-009-4
Das Manual ist ein klinischer Leitfaden für die psychoanalytische Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen und Depression. Das Buch wendet sich an in der psychotherapeutischen Versorgung Tätige, ist hervorragend für die Aus- und Weiterbildung geeignet und ein Ergebnis praxisnaher Psychotherapieforschung. Nach der Darstellung der relevanten psychoanalytischen Theorien werden therapeutisches Denken und Handeln anhand von Fallvignetten beschrieben. Beginnend mit der Diagnostik stellt das Autorenteam typische Phasen des Behandlungsprozesses vor und spezifiziert diese für Angststörungen und Depression. Außerdem wird mit diesem Manual ein Bogen gespannt zwischen empirischer Psychotherapieforschung und der Behandlungspraxis in der analytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie. Das Buch ist somit ein gelungenes Beispiel für die Verbindung und Integration von Theorie, Forschung und Praxis der Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalyse.

Helmut Junker:
Intersubjektivität und implizites Gedächtnis
Reflexionen veränderter therapeutischer Praxis
188 S., br., € 19,90
978-3-95558-007-0
In einer Reihe von Beispielen wird die Arbeitsweise des intersubjektiv orientierten Psychotherapeuten dargestellt. So werden intersubjektives Denken und Erleben in der Annäherung an implizite Vorgänge des Anderen nachvollziehbar. Gleichzeitig verweist Junker auch auf Grenzen und Unsicherheiten, die es als Therapeut auszuhalten gilt. Junkers Buch liefert Bausteine für eine Theorie impliziter Prozesse in der psychoanalytischen Psychotherapie. Junker diskutiert in seinem neuesten Buch die Ergebnisse der empirischen Kleinkindforschung, der Neurowissenschaften und der Intersubjektivitätstheorie der letzten Jahre. Er integriert diese Erkenntnisse in Anlehnung an Daniel Sterns Theorie des impliziten Beziehungswissens in den Fundus psychoanalytischer Theorie. Dadurch kann er die Entwicklung der psychoanalytischen Behandlungspraxis der letzten Jahrzehnte kritisch kommentieren und den Blick für eine umfassende intersubjektive Praxis öffnen. Diese Erweiterung psychoanalytischen Denkens kommt den Patienten zugute. Sie haben es nun mit einem Gegenüber zu tun, dessen Lebendigkeit und Erleben in der analytischen Situation in den Diskurs und den Veränderungsprozess einbezogen ist. Das Unternehmen Psychoanalyse emanzipiert sich von Jahrzehnte alten Verkrustungen und gewinnt an Vitalität.

Psychoanalyse der Institutionen
Institutionen der Psychoanalyse
192 S., br., € 19,90
978-3-95558-011-7
Indem die Psychoanalyse in einen interdisziplinären Dialog mit den Kultur- und Sozialwissenschaften eintritt, reflektiert sie das spannungsreiche Verhältnis von Institutionen und Individuen. Die Beiträge erschließen viele Facetten dieser spannenden Debatte. Für die einen dienen Institutionen zur Abwehr von Konflikten. Die institutionellen Verkrustungen sollen durch Bewusstmachung aufgehoben werden. Für andere ist die Zunahme strukturell gestörter Menschen Grund zu der Annahme von gesellschaftlichen Defiziten, die nicht mehr von Institutionen, sondern durch die klinische Praxis behoben werden müssen.

Wilfred R. Bion:
Frühe Vorträge und Schriften
272 S., br., € 29,00
978-3-95558-012-4
Second Thoughts hat Bion jene Vorträge und Aufsätze genannt, die zwischen 1950 und 1962 entstanden sind. Sie basieren auf psychoanalytischen Fallgeschichten, anhand derer er seine theoretischen Überlegungen entwickelt hat, aufbauend auf Melanie Kleins Denken. Er hat seine frühen Gedanken, Interpretationen und Deutungen später in einem zweiten Schritt der Reflexion unterzogen und sie in einem ausführlichen Kommentar dargestellt. Das Bion’sche Denken wird so in einem entwicklungsgeschichtlichen Denkvorgang gezeigt. Dies nachvollziehen zu können, dürfte ein Muss für jeden an Kleinianischem Denken interessierten Psychoanalytiker sein. 

Sebastian Leikert / Jörg M. Scharff:
Korrespondenzen und Resonanzen
Psychoanalyse und Musik im Dialog
176 S., br., € 19,90
978-3-95558-008-7
In selten derart zutreffender Weise gelingt es Leikert und Scharff, eine anschauliche und erlebnisnahe, ins Detail gehende Beschreibung klinischer und musikalischer Phänomene und deren theoretisch-begriffliche Rahmung fruchtbar miteinander zu verbinden. Psychoanalyse bietet so verständlich und innovativ neue Sichtweisen an. Das Buch widmet sich einer detaillierten phänomenologischen Beschreibung der psychischen Vorgänge beim Musizieren und fragt: Welche neuen und von der Musik her entwickelten psychoanalytischen Begriffe benötigen wir, um den Transformationsprozessen gerecht zu werden, die sich im Subjekt mit der Musik ereignen? Zugleich eröffnen sich dem psychoanalytischen Praktiker bislang nur wenig erforschte Verständniszugänge, wenn er sein Ohr für die musikalische Dimension der analytischen Situation sensibilisiert. Es erschließen sich ganz neue Sichtweisen, wenn man Patient und Analytiker in ihrer Interaktion auch als Musik- und Geräuschproduzenten versteht, die auf musikalische Weise vielfach wechselseitig aufeinander einwirken.

Göpfert, Mirco /Noll, Andrea
Disziplin und Kreativität
an ghanaischen Internatsschulen
156 S., br., 19,90 €
978-3-95558-015-5
Disziplin und Kreativität - so Göpfert/Noll in ihrer Untersuchung zweier ghanaischer Internatsschulen - schließen einander nicht aus. Erziehung und Disziplinierung obliegen jedoch nicht allein den Lehrer/innen. Die Schüler/innen sind selbst kreative Akteure und Mitgestalter ihres Schulalltags. Disziplin wird daher als eine von allen Seiten gelebte Ordnung verstanden. Zugleich werden die Unterschiede zwischen Mädchen- und Jungenerziehung in Ghana berücksichtigt. Ein facettenreicher Blick auf ghanaische Schulerfahrungen.

Lern- und Bildungsprozesse in Kindertagesstätte
und Grundschule gemeinsam gestalten
Das Beispiel Bildungshaus Emmerthal
Sievers, Isabel (Hrsg.)
128 S., br., 12,90 €
978-3-95558-014-8
Bildungshäuser stehen für ein Zusammenwachsen von Kindertagesstätte und Grundschule. Dadurch soll den Kindern der Übergang von der einen in die andere Institution erleichtert werden. Außerdem kann durch jahrgangsübergreifende Lernangebote besser auf das einzelne Kind mit seinen individuellen Stärken und Schwächen eingegangen werden. Am Beispiel des Bildungshauses Emmerthal (Niedersachsen) für Kinder von 0-10 Jahren werden positive Effekte, Chancen, aber auch Herausforderungen dieses neuen Konzepts untersucht. Der Band bringt Transparenz in die alltägliche pädagogische Arbeit und bietet praxistaugliche Empfehlungen zur stärkeren Verzahnung der beiden Einrichtungen.

Diversity Education
Zugänge - Perspektiven - Beispiel
Herausgegeben von Hauenschild, Katrin /Robak, Steffi /Sievers, Isabel
348 S., br., 34,90 €
978-3-95558-013-1
Gesellschaftliche Vielfalt stellt die Bildungswissenschaften vor die Herausforderung, theoretische, empirische und konzeptionelle Antworten darauf zu geben, wie damit im Bildungskontext umgegangen werden soll. Der Band leistet eine erste Systematisierung, indem verschiedene bildungswissenschaftliche Disziplinen und Fachdidaktiken »Diversity Education« in ihren jeweils spezifischen Zugängen entfalten. Beispiele aus Schule sowie Erwachsenen und Weiterbildung verdeutlichen, wie Diversität in der Bildungspraxis behandelt wird.
Interkultur

Psychologische Beratung
bikultureller Paare und Familien
220 S., Br., € 19,90
978-3-86099-930-1
Ausgehend von der Beratungspraxis vermittelt das Buch grundlegende Kompetenzen für die Arbeit mit bikulturellen Paaren und Familien. Es liefert vielfältige Anregungen für die Herausforderungen in der interkulturellen Beratungssituation. 
Afrika - Globalisierung

Helmut Danner:
Ende der Arroganz.
Afrika und den Westen verstehen
240 S., Br., € 24,90
978-3-86099-924-0
Das Verhältnis zwischen Afrika und dem Westen ist gestört. Das hat zwei wesentliche Ursachen: die gemeinsame Geschichte, demütigend für die Afrikaner, und ein unzureichendes Verstehen des jeweiligen Gegenübers. Überheblichkeit auf der Seite des Westens und afrikanisches Misstrauen sind die Folge. Danner wirbt eindringlich für eine neue Qualität des Verstehens und des gegenseitigen Respekts.

Holocaust

Jureit/Schneider/Frölich:
Das Unbehagen an der Erinnerung
Wandlungsprozesse im Gedenken an den Holocaust
248 S., Br., € 24,90
978-3-86099-926-4
Die deutsche Erinnerungskultur befindet sich in einem fundamentalen Umbruch angesichts einer globalisierten Welt und 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Neue Herausforderungen an das historische Erinnern und Gedenken sind entstanden, überlieferte Muster, Rituale und Praktiken des öffentlichen Erinnerns sind zu reflektieren.
Psychoanalyse

Daniel N. Stern et al:
Veränderungsprozesse
280 S., Br., € 29,90
978-3-86099-901-1
Diese hochkarätige Forschergruppe vereinigt Psychoanalyse, Säuglingsforschung, kognitive Neurowissenschaften und Entwicklungspsychologie. Die weltberühmten Kliniker und Forscher zeigen in diesem bahnbrechenden Buch die Hintergründe, wie Psychotherapie erfolgreich Veränderungsprozesse bewirkt – ein Grundlagenwerk! 
Psychoanalyse

Bründl/King:
Adoleszenz: gelingende und misslingende Transformationen
300 S., Br., € 29,90
978-3-86099-934-9
Die kreativen Beiträge des Bandes verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich mit den Bedingungen und Möglichkeiten gelingender und misslingender Transformationen in dieser so entscheidenden Lebensphase differenziert auseinanderzusetzen. Sie spiegeln zugleich – auch international – Unterschiede und Gemeinsamkeiten wider in den Auffassungen der Adoleszenz für die psychische Entwicklung, Behandlung und Theorie. Psychische Entwicklungen der Adoleszenz sind durch neue Anforderungen gekennzeichnet. Sie beinhalten spezifische Chancen, aber unter ungünstigen Voraussetzungen auch erhebliche Konfliktoder Krisenpotenziale. Die Art ihrer Bewältigung hat nachhaltige Folgen für das Erwachsenenleben. 
Psychoanalyse

Kurt R. Eissler:
„Diese liebende Verehrung"
400  S., Br., € 29,90
978-3-86099-946-2
Kurt R. Eissler ist ein internationaler Klassiker der psychoanalytischen Literatur, allgemein bekannt geworden durch seine Goethe- und Leonardo-Studien. Die Beiträge dieses Bandes umfassen verstreute Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten zu Goethe, Shakespeare und Dostojewski sowie zu Genie und Kreativität, Delinquenz und Krieg. Eissler bietet somit einen gehaltvollen und beinahe zeitlosen Einblick in ein psychoanalytisches Verständnis von Kunst, Literatur und Kultur. 

Psychoanalyse

Ulrich Moser:
Von der Schwierigkeit, die Brust an den richtigen Ort zu setzen
128 S., Br., € 14,90
978-3-86099-931-8
Will man den psychoanalytischen Prozess verstehen, ist es unumgänglich, Modelle der kognitiven und affektiven Regulierung zu entwickeln. In seinem neuen Buch wendet Moser dies in Bezug auf die reflexiven Funktionen im Prozess der Psychotherapie an.

Psychoanalyse

Karola Brede:
Angestellte — ein unverstandenes Lohnarbeitsverhältnis
248 S., Br., € 24,90
978-3-86099-947-9
Das Buch handelt von Angestellten in mittleren und leitenden Positionen vorwiegend in Bank- und IT-Unternehmen. Die Untersuchung zeigt die Wirklichkeit des Arbeitslebens dieser Beschäftigtengruppe: dass das berufliche Können in der Aneignung von Unternehmenserwartungen und in der Selbstbehauptung gegenüber dem Zugriff des Unternehmens besteht.

Psychoanalyse

Gisela Wiegand:
Frühe Gefühlsverhältnisse
120 S., Br., € 12,90
978-3-86099-933-2
Das Lehrbuch richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Frühpädagogik, Psychologie, Erziehungs- und Sozialwissenschaften, aber auch an Kandidaten in psychoanalytischen und pädagogischen Weiterbildungen. Beispiele aus der Praxis und Hinweise zu weiterführenden Texten runden dieses fundierte Lehrbuch ab. 
Psychoanalyse

Mitchell G. Ash:
Materialien zur Geschichte der Psychoanalyse in Wien 1938-1945
450 S., Br., € 44,00
978-3-86099-945-5
Die Vertreibung der Familie Freud 1938 bedeutete keineswegs das Ende der Psychoanalyse an ihrem Entstehungsort Wien. Eingehende und sorgfältige Arbeit mit historischen Quellen gibt Einblicke in einen Teil der Geschichte der Psychoanalyse, der bisher nur in Ansätzen aufgearbeitet wurde.
Psychoanalyse

Jungen in der Krise
Das schwache Geschlecht?
Psychoanalytische Überlegungen
2., erweiterte Auflage
Herausgegeben von Dammasch, Frank mit Beiträge von Hopf, Hans / Hüther, Gerald / Jongbloed, Douwe / Quindeau, Ilka / Teising, Martin / Klitzing, Kai von / Zeller-Steinbrich, Gisela / Charlier, Mahrokh / Dammasch, Frank
224 S., Br., € 19,90
978-3-86099-732-1
Bei den sozialen Auffälligkeiten und psychischen Störungen liegen Jungen ganz vorne. Jungen gehören zu den Bildungsverlierern. Liegt die Schwäche des männlichen Geschlechts in seiner Unfähigkeit zur flexiblen Anpassung an die Erfordernisse der Moderne?
»Der Band ist für Pädagoginnen und Pädagogen von einigem Interesse, hilft er doch, viele Verhaltensweisen von Jungen zu verstehen und dabei besonders in das Sozialisationsfeld hineinzublicken, das oft verborgen bleibt: die Familie und ihre sozialen Aufstellungen.« (Deutsche Jugend – Zeitschrift für die Jugendarbeit)
»Es ist daher wünschenswert, dass möglichst viele elementarpädagogische Fachkräfte diese Publikation zur Kenntnis nehmen und auch selbst praktische Konsequenzen für ihre Pädagogik ziehen.« (Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik)
Gender-Forschung

Lann Hornscheidt:
feministische w_orte
252 S., Br., € 24,90
978-3-86099-948-6
»Das war doch gar nicht so gemeint« und »Was darf man denn überhaupt noch sagen?« – der Versuch des »richtigen« Sprachgebrauchs schafft oft Verunsicherung und auch Verständnislosigkeit. Der Band gibt Antworten auf die Frage, was genau an bestimmten Sprachhandlungen problematisch ist und wie es besser gemacht werden kann. taz Rezension


Sichtermann, Barbara
Was Frauen Sex bedeutet
Eine Befragung
184  S., Br., € 17,90
978-3-86099-889-2
Sichtermann lässt ein mehrdeutiges Sittenbild entstehen, eine Sphäre weiblicher Sexualität, in der die gewohnte Moral nicht gilt. Weibliche Liebeslust findet in einer »Geheimwelt« statt, die manche Überraschungen für die Leserinnen und Leser bereit hält; denn Eros ist in der Liebespraxis der Frauen ein Vagabund, ein Wegelagerer – und ein König!
http://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Sichtermann


Moser, Tilmann
Geld, Gier & Betrug
Wie unser Vertrauen missbraucht wird – Betrachtungen eines Psychoanalytikers
152 S., Br., € 14,90
978-3-86099-888-5
Moser spricht von einer Korrumpierung des sozialen Gewissens: In der Folge der Weltfinanzkrise sind wir misstrauisch geworden, sogar dem persönlichen Bankberater gegenüber. Mosers Studie beeindruckt durch die klare Benennung der emotionalen und damit menschlichen Anteile des Umgangs mit Geld, Gier und betrügerischem Handeln.
http://www.tilmannmoser.de


Blumenberg, Yigal
»Der Auszug aus Ägypten bleibt unser Ausgangspunkt«
Die verborgene Tradition in Sigmund Freuds »Der Mann Moses und die monotheistische Religion«
 420 S. Br., € 39,90
978-3-86099-898-4
Die verborgene Tradition in Sigmund Freuds »Der Mann Moses und die monotheistische Religion«Das Buch diskutiert dieses letzte Werk Sigmund Freuds als sein Vermächtnis an die Nachwelt. Blumenberg stellt die Frage nach den Identifizierungen und nach der Identität Freuds als Begründer der Psychoanalyse und als Jude. Dabei wird besonders die Universalität psychoanalytischen Denkens hervorgehoben.


Schaeffer, Ute
Afrikas Macher – Afrikas Entwickler
Reportagen zur afrikanischen Gegenwart
240 S., Br., € 24,90
978-3-86099-891-5
Schaeffer verknüpft Hintergrundwissen und politische Analyse mit den Geschichten von Menschen, die an ihre Zukunft glauben. Ihr Buch schärft den Blick für die ungleichen afrikanischen Realitäten und stellt uns das junge, kreative Afrika vor.

Engelhardt, Marc
Somalia:
Piraten, Warlords, Islamisten
240  S., Br., € 24,90
978-3-86099-892-2
Wie erleben Somalis, die meisten jünger als achtzehn Jahre, ihre Heimat? Warum ist Somalia – gegen alle Wahrscheinlichkeit – noch nicht zusammengebrochen? Und weshalb geben so viele Somalis nicht auf und kämpfen für ein besseres Somalia – nicht mit der Kalaschnikow, sondern mit ihren Händen und Ideen? Marc Engelhardt liefert ein facettenreiches Bild eines der spannendsten Länder Afrikas.  Marc Engelhardt, geboren 1971 in Köln, lebt seit 2011 als freier UN-Korrespondent in Genf. Nach dem Studium von Geographie, Meeresbiologie und Öffentlichem Recht volontierte er beim Norddeutschen Rundfunk und arbeitete mehrere Jahre bei der ARD Tagesschau. Von 2004 bis 2010 berichtete der Vater zweier Töchter als Afrika-Korrespondent in Nairobi für diverse Zeitungen sowie den ARD Hörfunk.

Thomas Kruchem
DER GROSSE  LANDRAUB
Bauern des Südens wehren sich gegen Agrarinvestoren
144 S., Br., € 12,90
978-3-86099-890-8
Wie die Heuschrecken stürzen sich derzeit internationale Investoren auf Ackerflächen in armen Ländern; es geht um Agrosprit, Futter- und Nahrungsmittel für den Export. Die Mächtigen vor Ort halten die Tür auf; sie hoffen auf Devisen und gute Geschäfte. Doch wie erleben Kleinbauern und Ureinwohner vor Ort die Landnahme der Investoren?
Thomas Kruchem hat in Uganda, Kambodscha, Argentinien, den Philippinen und Äthiopien recherchiert. Er geriet in einen Alptraum: Menschen werden zu Zehntausenden um ihr Land betrogen und mit Waffengewalt vertrieben; ihre Wälder werden abgeholzt, ihre Kinder von Pestizidflugzeugen vergiftet. Kein Zweifel: Großflächige Agrarinvestitionen können soziale wie ökologische Katastrophen verursachen – wenn nicht strenge Regeln die Rechte der Menschen und ihre Umwelt schützen. Für solche Regeln und für eine nachhaltige Land¬wirtschaft in Entwicklungsländern kämpfen immer mehr Betroffene und die inter¬nationale Zivilgesellschaft.


Bensaïd, Annie / Dejours, Christophe / Guiho-Bailly, Marie-Pierre / Lafond, Patrick / Grenier-Pezé, Marie
Psychopathologien der Arbeit
Klinische Fallstudien
Herausgegeben von Dejours, Christophe
156 S., Br., € 17,90
978-3-86099-896-0
Die Organisation der Arbeit in unserer Gesellschaft kann die Menschen auf je spezifische Weise sozial, psychisch und psychosomatisch krank machen.
"Das Werk von Dejours und seinen Mitarbeitern will »eine Vielzahl von Praktikern dafür sensibilisieren, dass die Psychopathologien der Arbeit mehr Menschen betreffen als nur Mediziner und Arbeitspsychologen" (Le Journal des Psychologues).

Anna Freud /August Aichhorn
»Die Psychoanalyse kann nur dort gedeihen, wo Freiheit des Gedankens herrscht«
Briefwechsel 1921–1949
Herausgegeben und mit einer Einleitung von Aichhorn, Thomas
520 S., Gb., € 39,90
978-3-86099-899-1
Das beherrschende Thema in diesen historischen Dokumenten ist das Engagement für die Psychoanalyse sowie ihre Anwendung in Pädagogik und Sozialarbeit. Eine Brief-Edition, die an Sorgfalt und Kenntnisreichtum keine Wünsche offen lässt und zwei Pionieren der Psychoanalyse Gestalt verleiht.
Über die Kooperation von Psychatrie und Psychoanalyse bei der Prävention des Selbstmordes von Jugendlichen:


Suizid und Suizidalität
Psychoanalytische Behandlung, Prävention und Theorie
Herausgegeben von Briggs, Stephen / Lemma, Alessandra / Crouch, William. Vorwort von Fonagy, Peter. Übersetzt von Vorspohl, Elisabeth
280 S., Gb., € 29,90
978-3-86099-895-3
»Dieses Buch erschließt neue Einsichten – nicht nur Psychoanalytikern, sondern allen Lesern, die sich für die innere Welt von Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen möchten, interessieren. Psychoanalytisch arbeitende Kliniker werden sich überdies in ihrem Engagement für Patienten, von deren Mut- und Hoffnungslosigkeit ein mächtiger Sog ausgehen kann, bestärkt sehen.« (Peter Fonagy) 

Wagnis Psychoanalyse
Reflexionen über Transformationsprozesse
Herausgegeben von Bardé, Benjamin / Bolch, Eduard. Vorwort von Mitscherlich-Nielsen, Margarete
200  S., Br., € 19,90
978-3-86099-897-7
Psychoanalyse zielt auf Veränderung. Diese Transformationsprozesse in Therapie, Supervision, Ausbildung, Lehre und Forschung werden in den Beiträgen diskutiert. 

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