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MEISTER DER LITERATURVERFILMUNG

Josef Schnelle
Im nächsten Leben: Komödie
Volker Schlöndorff im Gespräch
208 S.,  Abb., br., € 24,90
978-3-7410-0338-7
Ich muss nur dieses eine Wort wie ein Markenzeichen fallen lassen: Blechtrommel - The Tin Drum, dann spitzen alle die Ohren.» Volker Schlöndorff weiß genau, das er mit der Verfilmung von Günter Grass Meisterwerk 1979 Filmgeschichte geschrieben hat, in dem er den damals weltweit noch unbekannten Jungen Deutschen Film auf die Weltkarte der Kinematographie setzte mit einer Goldenen Palme in Cannes und einem Oscar in Hollywood. Bis heute gilt das Genre der «Literaturverfilmung» mit Filmen nach Vorlagen von Heinrich Böll, Max Frisch, Arthur Miller und Marcel Proust als seine Spezialität. Dabei wird oft vergessen, dass er schon als Regieassistent an Meisterwerken wie Letztes Jahr in Marienbad von Alain Resnais und Das Irrlicht von Louis Malle beteiligt gewesen war. In Frankreich bei den Autorenregisseuren der Nouvelle Vague lernte er also sein Handwerk, bevor er 1966 seinen ersten eigenen Film Der junge Törless auf dem Filmfestival von Cannes vorstellte.
Dieses Buch präsentiert Volker Schlöndorff im Gespräch mit Josef Schnelle über seine frühen Erfahrungen als Cinephiler in Paris, da hat er hat z.B. als Regieassistent bei Louis Malles gearbeitet, den Aufbruch mit dem Jungen Deutschen Film in den 70er Jahren, sowie die Geheimnisse und Hintergründe der Literaturverfilmung, seiner Spezialität. Außerdem wird das Werk und die ganz besondere Ästhetik des Filmemachers Volker Schlöndorff beleuchtet und auch gezeigt wieso gerade der erkläre Billy-Wilder-Fan Schlöndorff nie eine Komödie gedreht hat. Ein ausführlicher Essay leitet in Schlöndorfs Arbeit und Leben ein. Zahlreiche, unbekannte Fotos aus dem Privatarchiv ergänzen den Band, z.B. als Regieassistent mit Brigitte Bardot und Jeanne Moreau, Werksfotos aus der Blechtrommel, mit Arthur Miller am Set von Tod eines Handlungsreisenden oder mit Judy Delpy und Sam Shepherd (und Bierflaschen) am Set von Homo Faber. Neue Pläne und die Aussichten auf ein ganz besonderes Spätwerk vervollständigen diese Studie über einen der größten deutschen Filmregisseure, der vor wenigen Wochen 80 Jahre alt geworden ist. Als Zugabe gibt es das Gespräch zwischen Schlöndorff und Schnelle als Audiodatei zum Nachhören.


FONTANE 200
Theodor Fontane´s real Effi Briest revisited:

Elisabeth von Ardenne
Jenseits von Effi
Elisabeth von Ardenne erzählt aus ihrem Leben
150 S., diverse, auch farbige Abb., geb., € 28,00
978-3-96317-173-4
Jede fiktionale Gestaltung nach einer wahren Vorlage bringt das Leben dahinter fast zum Verschwinden. So auch im Fall der Elisabeth von Ardenne, geborene von Plotho, die wir als »Effi Briest« in Fontanes gleichnamigem Roman oder Klotilde in Friedrich Spielhagens »Zum Zeitvertreib« zu kennen meinen. Ihr Leben umfasste beinahe ein ganzes Jahrhundert (1853-1952), während ihr Alter Ego bei Fontane in jungen Jahren sterben muss - wohl »zur Strafe« für den begangenen Ehebruch. Im echten Leben resultierten daraus der Duell-Tod ihres Liebhabers Emil Hartwich (1843-1886), die kurzzeitige Inhaftierung des Ehemanns Armand von Ardenne (1848-1919) und die darauf folgende langjährige Trennung von den eigenen Kindern. Von Ardenne hat in hohem Alter autobiografische Niederschriften verfasst, die hiermit erstmals in Gänze veröffentlicht werden. Sie blenden das Skandalon ihres Lebens nahezu vollständig aus und sind stellenweise fragmentarisch. Und trotzdem: Mit Kunstfertigkeit, Gespür für Humorvolles und manchmal überraschender Direktheit fügt von Ardenne Szenen ihres Lebens zu einer impressionistischen Collage zusammen.
Ergänzt wird diese Ausgabe durch zahlreiches Bildmaterial, historische Quellen zum Duelltod Emil Hartwichs und ebenfalls erstmalig edierte Briefe des württembergischen Theologen Christoph Blumhardt an Elisabeth von Ardenne, mit dem sie nach dem Bruch mit der eigenen Familie in engem Austausch stand.
Photo von Elisabeth von Plotho mit 19 Jahren
Jungvermählte: Elisabeth und Armand Léon von Ardenne 1873, Lützowufer 32, Berlin

  (C) Tell Schwandt
Grabstein der echten Effi in Stahnsdorf
Inschrift: Elisabeth Baronin von Ardenne, geb. Freiin und Edle von Plotho, geb. 26.10.1853 gest. 5.2.1952


DAS ARABISCHE BUCH IM ÜBERBLICK

Stefan Weidner
1001 Buch – Die Literaturen des Orients
432 S., geb., € 30,00
978-3-9819763-3-5
1001 Buch. Die Literaturen des Orients ist das umfangreichste, ja einzige Buch, das die Literaturen der islamischen Welt vor dem Hintergrund ihrer gemeinsamen Geschichte behandelt. Fast alle der über dreihundert darin behandelten Werke aus 1500 Jahren sind auch auf Deutsch zugänglich, so dass nicht nur diese Literaturen, sondern auch ihre Vermittlung und die Übersetzungen zum Thema werden. Entgegen den herrschenden Vorurteilen (und dem Frauenbild mancher Muslime heute) ist zunächst festzuhalten, daß Frauen in der arabischen Literatur stets präsenter als in der lateinisch-griechischen Antike und im europäischen Mittelalter waren. ( ... ) die Dichterinnen im arabischen Andalusien gaben sich ausgesprochen weltlich, standen in der Wortwahl ihren männlichen Kollegen nicht nach. Muhdja bint al-Tyyani aus dem 11. Jh. (sic!); „Dank für die frischen Pfirsiche, die du mir schenkst! ( ... ) / Sie sind so wohlgerundet wie der Mädchen Brüste, / doch lassen jeden Penis sie vor Neid erblassen!"
Stefan Weidner reiste bereits als Schüler nach Nordafrika und machte dort seine ersten Erfahrungen mit dem Islam. Später studierte er Islamwissenschaften, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Göttingen, Damaskus, Berkeley und Bonn. Er arbeitet als Autor, Übersetzer, Literaturkritiker. Von 2001 bis 2016 war er Chefredakteur der Zeitschrift Fikrun wa Fann, die vom Goethe-Institut herausgegeben wird und zum Dialog zwischen westlicher und islamisch geprägter Kultur beitragen soll. Er hat zahlreiche Lyriker aus dem Arabischen übersetzt, darunter Adonis und Mahmud Darwisch.

DIE ERFOLGSGESCHICHTE
DER GWENAELLE-TROLEZ-HEFTE GEHT WEITER:
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